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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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fährt nicht, warum Wurmser eS annahm; wenn dies überhauptder Fall war, wie er es annahm, wodurch Onasdannowitsch vonihm abgedrängt, wodurch Wurmser nach Mantna hingedrängtwurde, kurz alle strategischen Anknüpfungspunkte fehlen.

Nur in Bezug auf Bonaparte haben wir eine Bemerkungzu machen. Er war in der Schlacht etwa 20,000 Mann stark,und es scheint ihm also hier nicht gelungen zu fein, gegen seinenihm im Allgemeinen überlegenen Feind auf der entscheidendenStelle überlegen aufzutreten. Die Ursache liegt darin, daß ersich, indem er gegen den geschlagenen Davidowitsch eine unver-hältnißmäßige Macht, nämlich 11,000 Mann, unter Vauboisstehen ließ, den Zug durchs Brentathal und damit zwei großestrategische Vortheile für seine Schlacht verschaffte: erstlich schnell,überraschend schnell über den Gegner herzufallen, zweitens ihnstrategisch im Rücken anzugreifen; durch das erstere erleichterteer sich den Erfolg, durch das andere erhöhte er ihn. Wenn eralso in dieser Schlacht schwächer war, als er bei andern Kom-binationen hätte sein können, so geschah es nicht, weil er seineKräfte unnützerweise müßig ließ, sondern weil er im Gefühlseines Glücks und in der Zuversicht zu sich und seinem Heerdas ganze Spiel steigerte.

Wurmsers Entschluß sich nach Mantna hineinzuwerfen,wird bald wie ein Akt der Nothwendigkeit, bald wie einglücklicher Streich angesehen. Ob es nach der Schlacht vonBassano unvermeidlich war, kann man nicht beurtheilen, aberein glücklicher Streich war es gewiß nicht, denn nirgends wardiese Armee mit der schönen Kavallerie unnützer, als in Mantua;wir können es nur als das Resultat der vollkommensten strate-gischen Niederlage betrachten.

Was die Schlacht am 15. unter den Mauern von Mantnavon Seiten Wurmsers bedeuten sollte, ist schwer zu errathen-Ein konfuser Begriff, daß eine solche Armee sich der Schandewegen nicht dürfe ganz in die Festung hineinwerfen lassen, hatgewiß die Hauptsache gethan. Im Kriege aber gereicht das,was dem Ganzen wirklichen Nutzen bringt, niemals zur Schande,und aus dem Unnützen und Schädlicheil kann niemals die Waffen*