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Hauptmacht Bonapartes in jedem Fall siegreich war, so konntensich dabei folgende Fälle ergeben:
1. Daß beide Kolonnen eine nach der andern vonder französischen Hauptmacht geschlagen wurden.
In diesem Falle war natürlich das Unternehmen verfehlt.Aber es war dabei ein merklicher Unterschied, ob Alvinzi oderDavidowitsch zuerst geschlagen wurde. Fand das erstere statt,und war dadurch Alvinzi außer Stande, etwas für den Rückzugdes General Davidowitsch zu thun, so war dieser, wie wir dasgezeigt haben, in einer sehr Übeln Lage und konnte allenfallsgezwungen werden, die Waffen zu strecken. Wurde dagegenDavidowitsch zuerst geschlagen, so war der intakte Zustand Al-vinzis hinreichend, jenem den Rückzug zu sichern, weil Bonapartekeine Zeit zu verlieren hatte, sich nun mit feiner Hauptmachtgegen Alvinzi zu wenden.
2. Daß nur einer der beiden Generale geschlagenwurde, der andere aber unterdeß Mantua ent-setzte.
Hier findet wieder ein sehr merklicher Unterschied statt.War es Alvinzi, der geschlagen wurde, und Davidowitsch, derdurchdrang, so blieb diesem General nichts übrig, als sich nachseiner Vereinigung mit Wurmfcr, also einige 30,000 Mannstark, über Governolo zurückzuziehen, um entweder über Castel-baldo sich mit Alvinzi zu vereinigen, oder auch schlimmstenFalls sich nach Ferrara zu wenden, wie das später dem GeneralWurmser vom Kaiser selbst vorgeschrieben wurde.
War es aber Davidowitsch, der geschlagen wurde, so konnteAlvinzi mit Wurmser vereinigt der französischen, gegen Davido-witsch gewendeten Hauptmacht nachdringen und unter vortheil-haften Umständen eine zweite Schlacht zwischen der Etsch unddem Mincio liefern.
Wir sehen also, daß in beiden Fällen es immer vortheil-hafter für die Oestreichs war, wenn Bonapartes Hauptmachtsich zuerst gegen Davidowitsch wandte, und dieser also in demSinn einer Diversion wirkte; doch durfte dies nicht verleiten,diesem General einen zu starken Vorsprung vor Alvinzi zu geben