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der Zeitraum von ungefähr zwei Monaten, in welchem auf demitaliänischen Kriegstheater Ruhe herrschte.
Von Seiten Bouapartes erklärt sich diese Ruhe leicht. Essind dieselben Gründe vorhanden, welche ihn nach der Schlachtvon Bassano abhielten, etwas Anderes als die Einschließungvon Mantua zu unternehmen. Die Oestreichs brauchten dieseRuhe, ihre Armee wieder zu verstärken. Erst nach diesem Zeit-raume waren sie mit ihren Anstalten fertig geworden, und ihrHeer belief sich nun wieder auf die Stärke von einigen vierzig-tausend Mann, wie bei dem vorigen Angriff Alvinzis, so daßdie Verstärkungen nicht mehr, als der Verlust betragen haben,d. h. etwa 8- oder 10,000 Mann.
So wie die Stille des Kriegsthcaters Zeit dazu ließ, be-schäftigte sich Bonaparte wieder mit den politischen Verhält-nissen Italiens.
Das Direktorium hatte im Allgemeinen sehr das Verlangennach Frieden, weil das Volk es hatte, und die Regierung dasBedürfniß fühlte, sich im Znncrn fester zu stellen. Daraus ent-sprang denn, was die italiänischen Provinzen betraf, eine großeBehutsamkeit, sich mit ihnen in Beziehung aus ihre Unabhängig-keit in etwas einzulassen, denn man wollte diese Provinzen alsAequivalent für Belgien zurückgeben. Eben so wenig konnteman also auch einen Theil derselben verwenden, um damitSardinien zu vergrößern und ein Hülfskorps von diesem Staatzu erkaufen, oder Parma, um zu einem Offensivbündniß mitSpanien zu kommen.
Bonaparte dachte über alle diese Dinge dreister. Er hieltden Frieden nicht für so nothwendig, wünschte, daß man diefranzösischen Streitkräfte durch 10,000 Piemonteseu, 10,000 Spa-nier vermehren könnte, und glaubte, daß alsdann auch 10,000Albanesen, die Venedig auf den Beinen hatte, nicht fehlenwürden. So, glaubte er, würde man auf viel vortheilhaftereFriedensbedingungen Anspruch machen können. Er wollte übri-gens das Bündniß mit beiden Königreichen nicht durch Ab-mietungen erkaufen, sondern meinte, daß die bloße Garantie fürdas fernere Bestehen der Regierungen von Turin und Parma,