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Bonaparte ist gegen jeden Waffenstillstand, der nicht dieNebergabe von Mantua zur Bedingung macht. Clarke aberglaubt im Sinne des Direktoriums auf den 8tatn.-i guo ein-gehen zu können. Frägt man sich, welcher der beiden Theileden Vortheil von einem solchen Waffenstillstände haben würde,eine Frage, die um so eher hierher gehört, als sie ganz strate-gischer Natur ist, so muß mau allerdings mit Bonaparte sagen:die Verbündeten. Der Brückenkopf von Kehl fiel AnfangsJanuar, als die Unterhandlungen in Vieenza anfingen; eS waralso sehr ungewiß, ob ein unter der Bedingung des 8tatu« guogeschlossener Waffenstillstand diesen Uebergangspunkt den Fran-zosen noch retten würde. Ein tägliches Zuführen der Lebens-rnittel nach Mantua, wie es durch einen solchen Waffenstillstandnothwendig wurde, konnte, wenn es mehrere Monate dauerte,immerhin dazu benutzt werden, diesem Platz die Lebensrnittelauf eine beträchtlich längere Zeit hinaus zu verschaffen. ImAllgemeinen ist überhaupt ein Waffenstillstand Demjenigen günstig,der die tiefsten Wunden zu heilen hat, und das waren die Oest-reicher. Die Vortheilhafte Wendung des Krieges in Deutschlandhatte sie noch nicht einmal wieder auf den Punkt gebracht, vondem der Feldzug ausgegangen war; dagegen hatten sie inItalien die ganze Lombardei verloren und mit dem Fall Mantuaswar der Feind an den Grenzen Juneröstreichs zu erwarten. DieWunden von Castiglioire, Bassano und Arcole bluteten noch; mitneuen Erfolgen des Feirrdes flössen die Wirkungen der frühernin ein großes Ganzes zusammen. Endlich gewannen die Oest-reicher durch einen Waffenstillstand von drei bis vier MonatenZeit, sich mit neuen Bundesgenossen zu verstärken, wozu sowohldie italiänischen Staaten, als die Verhältnisse mit Rußland nocheinige Hoffnungen ließen.
Die französische Regierung hatte also kein anderes Interessebei dem Waffenstillstände, als die Aussicht auf den Frieden;diesen Frieden aber wollten Oestreich und England in diesemAugenblicke nicht, weil die Opfer, mit welchen Oestreich denselbenerkaufen sollte, ihnen zu groß schienen, der Besitz der Lombardeiim Grunde stets auf der Spitze des Degens ruhte, weil eine