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die Chiusa und bei seinem Austritt in die Ebene durch Neronagesperrt. Noch mehr: die Stellung von Rivoli liegt zwischen derEtsch und dem Gardasee. Die Etsch aber bildet eine sehr starkeVertheidigungslinie; es kommt also für die Stellung von Rivolimeistens nur darauf an, den Raum zwischen der Etsch und demGardasee zu decken, der nur zwei Meilen beträgt. Alle dieseUmstände machen, dah der Vertheidiger zu gar keiner Zerstreuungseiner Kräfte veranlaßt ist und, nachdem er ein paar hundertMann in die Chiusa geworfen hat, alles klebrige in der Stellungselbst ganz unter seinen Augen behält. Endlich hat diese Stel-lung nicht die Unbequemlichkeit der meisten Gebirgsstellungen,daß man, mit Wald und Bergen umgeben, die Anordnungenseines Feindes nicht beurtheilen kann. Der Angreifende nähertsich freilich auch verdeckt, aber nur bis an das Thal von Caprino.Dieses Thal aber ist 3000 Schritt breit und läßt folglich dieUebersicht über den Angriff des Feindes noch zeitig genug zu,um alle Gegenanstalten zu treffen.
Der Angriff auf eine solche Stellung ist durchaus nur zu-lässig, wenn man eine große Ueberlegenheit hat; denn damitkann man am Ende alle Schwierigkeiten überwinden. So sindMassen« und Vaubois aus derselben vertrieben worden durch«inen zwei- und dreimal so starken Feind und in der Zeit, wodas Gebirge am zugänglichsten war. Sollte also die östreichischeHauptarmee gegen diese Stellung geführt werden, sollte ihreEinnahme den Hauptschlag der Unternehmung bilden, so konntees nur sein, so lange von der Besiegung der Division Joubertallein die Rede war. Da Bonaparte sich in Bologna, zwanzigMeilen vorn Schlachtfelde, befand, die in der Ebene vorgehendenKolonnen ihn allerdings eine Zeit lang in Ungewißheit erhaltenmußten, so war die Hoffnung, gegen die Division Joubert einenentscheidenden Schlag auszuführen, ehe er ihr zu Hülfe kommenkonnte, nicht ungegründet; aber es ist klar, daß eine gewisseRapidität der Ausführung das Wesentlichste dabei war. HätteAlvinzi den General Joubert den 12. tüchtig getroffen, oderwenigstens den 13., so trieb er ihn nach Castelnuovo, ehe Bo-