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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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naparte ankommen konnte, und damit war doch immer schonviel gewonnen.

Alvinzi wollte Joubert nicht blos schlagen, sondern erwollte ihn größtentheils gefangen nehmen; dies ist nicht zutadeln, denn er war als der viel Stärkere dazu berechtigt.Aber dieses Gefangennehmen mußte nicht zur Hauptsache ge-macht und nicht so eingerichtet werden, daß es zu großen Zeit-verlusten führte, denn auf die Eile kam hier noch viel mehran. Alvinzi aber verlor durch seine Anordnungenund durch Mangel an Entschlossenheit und innererEile zwei Tage, und das ist der Hauptfehler seinerSchlacht.

2. Die Stärke der im Etschthal gelassenen Kolonnen warganz unmotivirt. Diese Kolonnen hatten keinen andern Zweck,als allenfalls die Chiusa anzugreifen, was, weil es in derWirklichkeit ganz unthunlich ist, nur wie eine Demonstrationzu betrachten war, und die im Thal der Etsch gelassene Ar-tillerie und Kavallerie zu decken. Für diese Zwecke reichten4 — 5000 Mann vollkommen hin; der General Alvinzi aberhatte am 12. und 13. an 14,000 Mann und am 14. 10,000Mann im Thal der Etsch. Hätte er in den ersten beiden Tagengegen Joubert statt 14,000 Mann 24,000 gehabt, er würde ihnwahrscheinlich schon an diesen Tagen ganz vertrieben und viel-leicht halb zu Grunde gerichtet haben.

3. Daß Alvinzi am 12. seine Kolonne einen weiten Um-weg um den linken Flügel dieser Aufstellung an der Coronamachen ließ, mag in der Lokalität seinen genügenden Grundhaben, den man nach den vorhandenen Karten nicht genaugenug einsieht, um darüber zu urtheilen; aber die umfassendeAnordnung für den 13. und 14. war eine ganz unnöthigeVerwickelung, die ihn um alles gebracht hat. Wenn er am 13.im Thal von Caprino bei dem Dorfe dieses Namens und beiS. Martino mit seiner ganzen Macht angekommen war undsich noch überlegen genug sah, um seinen Gegner durch einenumfassenden Angriff zu Grunde zu richten, so war es dazuimmer noch Zeit, denn sein Umfassen mußte aus der Uebermacht