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sich indessen weiter vorzudringen, ließ aber Delinas mit 5000Mann in Botzen.
Den 22. rückte er mit den übrigen Truppen vor Klausen,wo Kerpen eine starke Stellung innehatte. Er griff sie an; langewar der Kampf unentschieden, bis endlich die Franzosen dieseStellung auf den Höhen umgingen und den General Kerpenzum Rückzug zwangen.
Dieser General nahm hierauf eine Stellung bei Mitten-walde im Eisachthal, einige Stunden oberhalb Brixen, wodurchder Eingang in das Pusterthal frei ward.
In dieser Stellung griff ihn Joubert den 28. März an,warf ihn abermals zurück und bis über Sterzing hinaus.Dieser Ort ist nur sechzehn Stunden von Jnspruck entfernt,aber freilich durch den Arm des Brenners getrennt, über dendie Straße führt.
Joubert, ohne Kenntniß von dem, was bei BonapartesArmee in diesem Augenblick vorging, und noch ungewiß, obdie Rheinarmee schon im Stande wäre, mit in die Schrankenzu treten, umgeben von einem im vollen Aufstande begriffenenkriegerischen Volke, wagte es nicht weiter vorzudringen, sondernbeschloß einstweilen mit den beiden Divisionen seine Aufstellungbei Briren zu nehmen, wohin er also zurückkehrte.
Nun gingen die östreichischen Generale zu einer Art vonAngriffskrieg über. Am 3t. März und 2. April gab es heftigeGefechte bei Unteraue mit den Vorposten von Brixen. An demletzteren Tage erschien auch Laudon vor Botzen, beschäftigte dortdie Franzosen und sendete ein Detachement ab, die Straße vonNeumarkt zu besetzen. Botzen selbst war im hohen Grade be-droht, da Laudon sich bis zu einer Macht von 12,000 Alaunerhoben hatte.
In dieser Lage, welche den General Joubert in wenigTagen zum gänzlichen Untergang führen mußte, hatte er dasunerhörte Glück, am 3. April durch einen als Landmann ver-kleideten Obersten (Eberle, vermuthlich doch ein Tiroler), derins Thal der Drau vorgedrungen war, mit Sicherheit zu er-fahren, daß Bonaparte die Alpen glücklich überstiegen hatte.