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diesen Entschluß fassen können! Hielt er dagegen blos inne, inder Absicht, die andern Armeen abzuwarten, so lag darin eineAufforderung au die Oestreicher, alle die Mittel gegen ihn inWirksamkeit zu sehen, mit denen er umstrickt war, dann brachenalle die Gefahren gegen ihn los, denen er nicht gewachsen war,und das Resultat wäre wenig verschieden gewesen von demeiner Verlornen Schlacht.
Bei weiterem Vorschreiten gehörte zur glücklichen Lösung,daß ein glänzender Sieg, der Bonaparte unter die Mauern vonWien führte, und dessen moralische Gewalt in allen ihm seit-wärts und rückwärts gelegenen Provinzen den zur Landes-vertheidigung aufgehobenen Arm lühmte, mit dem Losbruchder Rheinarmee zusammentraf. Dieses Ereigniß aber war aufkeine Weise zu berechnen, sondern mußte größtenteils demblinden Ungefähr überlassen bleiben. — So kühn und dreistsich nun auch stets Bonaparte gezeigt hatte, so fühlte er dochdas Mißverhältniß dieses Spiels zu sehr, um nicht den mitt-leren Ausweg einer politischen Lösung, zu welcher er sich vonseiner Regierung bevollmächtigt wußte oder annahm, zu benutzenund sich mit den Vortheilen zu begnügen, die dieser gebenkonnte. Er wußte, wie dringend die französische Regierungnach dem Frieden verlangte, er wußte, was er der östreichischenanzubieten hatte, er durfte hoffen, auf dem Wege nach Wienund angekündigt von Schrecken und Bestürzung, ein geneigtesOhr zu finden.
Am 31. schrieb er also von St. Veit aus dein Erzherzogeund machte die ersten Eröffnungen. Dieser Feldherr antwortete,wie das immer geschieht, ausweichend, sagte aber, er wollenach Wien berichten. Um diesem ersten Schritt zur Unterhand-lung das Gleichgewicht zu halten, mußte er von einem unaus-gesetzten furchtlosen Vordringen begleitet werden. Bonaparterückte also den 1. April nach Friesach. Gleich hinter diesemOrte befindet sich der Paß von Dirnstein, wo die Straße denHauptrücken der steiermärkischen Alpen hinansteigt, um sich nachUnzinarkt ins Thal der Mur hinabzusenken. Hier hatte sich derErzherzog aufgestellt.