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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Auf dem Marsche nach Friesach erhielt Bonaparte einen An-trag auf einen vierstündigen Waffenstillstand. Die kurze Dauerließ ihn auf eine anderweitige Absicht schließen, er vermuthete,daß im Thal der Mur Verstärkungen im Anmarsch wären, dieder Erzherzog gern an sich ziehen wollte; dies bestimmte ihn, denAntrag abzulehnen.

Am 2. griff er die Arrii-regarde des Erzherzogs bei Dirn-stein an und warf sie zurück, worauf der Erzherzog nach Unz-markt ging.

Den 3. folgte Bonaparte dahin, und es entstand wieder einhartnäck iges Arrioregardengefecht.

Zu Scheiflingen, wo die Straße von Villach zuerst die Murerreicht, erfuhr Bonaparte, daß die östreichische Division Spörkensich noch im Murthal befinde. Er sandte sogleich den GeneralGuyeux gegen sie ab, aber ohne Erfolg, weil sie auf der Salz-Lurger Straße zurückgegangen war, um so zum Erzherzog zustoßen.

Den 5. rückt Bonaparte nach Judcnburg vor, wo er seineKräfte sammeln will. Von Bernadotte weiß er, daß derselbe nachwenig Tagen zu ihm stößt, von Jonbert aber, der sich gleichwohlschon bis auf ^einige Märsche in seiner Nähe befindet, hat ernoch keine Nachricht. In der Besorgniß und der Unruhe dar-über langen den 7. April die Generale Bellegarde und Meerfeldtin Judenburg an, um einen Waffenstillstand zu unterhandeln,der auch sogleich zu Stande kommt, und dem schon zehn Tagedarauf, am 17. April, die Friedenspräliminarien von Leobenfolgen.

74. Betrachtungen.

Das schnelle Vordringen der italienischen Armee bis aufachtzehn Meilen von Wien, während der östreichische Feldherrihr keine Strcitkraft entgegenzustellen hatte, die noch unter denMauern der Hauptstadt eine Schlacht anbieten konnte, veran-laßte den Waffenstillstand von Leoben nnd den Frieden vonCampo Formio. Beide schienen also durch den Schrecken derWaffen hervorgerufen, was natürlich den Blick auf die kriege-rischen Verhältnisse zieht, die in dem Augenblick stattgefunden