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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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sehr auf unserer Hut sein und nothwendig den gleichzeitigenNachrichten, so wie den aus den Umständen und dem Verlausder Dinge hervorgehenden Resultaten einen Hähern Glaubenschenken müssen.

Wir haben daher von der Behariptung Bonapartes, daßseine Lage im April 1797 ihm in keiner Beziehung gefährlicherschienen sei, absehen und uns an die Ansicht halten müssen,welche sich aus allen sonst bekannt gewordenen Darstellungen er-giebt. In der That, was hätte den stolzen Feldherrn bewogen,zuerst auf einen Waffenstillstand anzutragen und dadurch dieFriedensunterhandlungen einzuleiten? Die Benachrichtigung desDirektoriums, daß er auf keine Mitwirkung der Rheinarmee zurechnen habe, wenn sie auch wirklich so dramatisch erst in diesemAugenblick eingetroffen wäre und wie ein Blitzstrahl des Schick-sals seine Weisheit durchlöchert hätte, konnte doch immer nichtanders verstanden werden, als daß die beiden Rheinarmeen zuspät ins Feld rücken würden, um der italiänischen bei einer be-vorstehenden Entscheidung Beistand zu leisten, nicht aber daß sieabsolut gar nicht mitwirken könnten, wie Bonaparte es behauptet;denn die Offensive war ja am Rhein beschlossen, und das Macht-verhältniß ließ über ihren Erfolg keinen Zweifel. Es war alsonur die Besorgniß, daß er diese Mitwirkung in seiner Lage nichtwürde abwarten können, was ihn bewog, Unterhandlungen an-zuknüpfen. Auch muß er, um seine Behauptung natürlicher er-scheinen zu lassen, feine in Körnchen und Kram disponibeluTruppen auf 60,000 Mann angeben, während sie nur noch 45,000betrugen.

Dies sind die Gründe, die uns bewogen haben, in unsererDarstellung bei derjenigen Ansicht stehen zu bleiben, nach welcherBonaparte dein Erzherzog den Waffenstillstand angetragen hat,um aus einer Lage herauszukommen, die mit jedem Schritt be-denklicher zu werden schien. Es ist blos der Wunsch, möglichstwahr zu sein, welcher uns dazu bestimmt hat, denn zu unsermübrigen Raisonnement trägt diese Besorgniß, in der wir denfranzösischen Feldherren glauben, nichts weiter bei.