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hältniß stehen, wenn dieser nicht bald ein Gleichgewicht undspäter ein Uebergewicht auf dem Felde der Entscheidung bekommensoll. Dies war aber hier nicht der Fall; eine Ueberlegenhcit von50—60,000 Mann im Felde mußte sich an einer Monarchiewie die östreichische bald erschöpfen.
Wir glauben also, daß die Franzosen im Jahre 1797, trotzder großen moralischen Ueberlegenheit, welche sie gewonnen hatten,doch höchst wahrscheinlich nicht im Stande gewesen sein würden,auf welchem Wege es auch war, die östreichische Monarchiewehrlos zu machen und sie dadurch zu zwingen, jede ihrer Be-dingungen anzunehmen. Hieraus folgt denn, daß es bei deröstreichischen Regierung nur auf Standhaftigkeit, Energie undKlugheit ankam, um aus dieser Krisis hervorzugehen und wiederin einen Zustand von größerem Gleichgewicht mit Frankreich zukommen.
Folgt nun daraus, daß die Oestreicher sich mit dem Friedens-schluß von Leoben übereilt haben? Wir glauben nicht. Esentsteht nämlich die Frage: War das Opfer, welches in deinUeberstehcn der ganzen Krisis lag, war die mögliche Gefahr,die doch immer damit verbunden blieb, des Zweckes werth, welcherdadurch erreicht werden konnte? Wenn die Oestreicher am Endedurch Standhaftigkeit und Anstrengungen strategisch Siegerwurden, und die Franzosen sich aus ihren deutschen Staatenzurückziehen mußten, so wurde der Krieg wieder an den Rheinund Mincio versetzt; weiter konnte die Reaktion nicht reichen.
Hiermit steht es nicht im Widerspruch, wenn wir früher ge-sagt haben, daß ein Umschwung der Begebenheiten die ArmeeBonapartes bis an die Seealpen zurückwerfen konnte, denn dasverstand sich nur von einer Uebcrwältigung und Zertrümmerungdieser einzelnen Armee, ehe die andern herbeikommen konnten.Dieselben Folgen konnten nicht eintreten, wenn alle drei Armeensich einander die Hand gegeben hatten und gemeinschaftlich denRückzug antraten.
Werfen wir nun einen Blick auf die Friedensbedingungenvon Leoben, so finden wir, daß die Oestreicher nur aufopferten,