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was ohnehin schwerlich zu retten war: die Niederlande, das Mai-ländische bis zum Oglio, oder preisgaben, was keinen großenWerth für sie hatte, wie Nizza, Savoyen, Modena. Das rechteNheinufer forderten die Franzosen damals noch nicht. Jene Ab-tretungen wären selbst dann noch den Verhältnissen entsprechendgewesen, wenn man sich am Rhein und Mincio befunden hätte,da die Franzosen im Besitz waren, und man keine Mittel hatte,sie daraus zu vertreiben.
Es ist also natürlich, daß den Oestreichern in keinem Augen-blick, wo sie wenigstens von den nächsten Schlägen noch hartbedroht waren, wo eine Reihe unglücklicher Wasfenentscheidungenihnen bevorstand und ihre moralische Kraft noch mehr zertrüm-mern sollte, Friedensbedingungen sehr annehmlich vorkommenmußten, die auch selbst nach glücklich überstandener Krisis nichtviel besser ausgefallen sein würden.
So motivirt sich der östreichische Entschluß im April 1797,in sofern er aus der militärischen Lage unmittelbar hervorgeht.Was die östreichische Regierung hierauf später im Laufe des Jahresmit den Franzosen verabredete, die viel größeren Concessionen,welche sie dem französischen System machte (das linke Rhein- unddas rechte Etschuser), waren nicht mehr eine Folge der militäri-schen Bedrängniß, sondern ein rein politischer Handel, denn sienahm dafür Entschädigungen auf Unkosten Venedigs und Deutsch-lands an. Die östreichische Regierung, von allen ihren Bundes-genossen auf dem Kontinent in Stich gelassen, ohne Aussicht aufneue, entschloß sich in einer kurzsichtigen, egoistischen Politik ihrHeil zu versuchen; es ist dies, wie gesagt, nicht mehr ein Produktder Noth, eine unmittelbare Folge ihrer militärischen Lage undgeht uns also nichts mehr au.
Wir geben zu, daß es heldenmüthiger und großartiger ge-wesen wäre, den Kampf bis an den Rand des Abgrundes fort-zuführen, und dann durch Standhaftigkeit und Energie auf dasfrühere Gleichgewicht der Waffen zurückzubringen, daß neue, vor-theilhafte politische Konjunkturen vielleicht eben dadurch möglichund wahrscheinlich wurden, daß es auch nicht blos schön, sondernweise gewesen wäre, so zu handeln, weil das gegen Frankreich