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Der Weltumsegler, Admiral v. Krusenstern.
Uebrigens blieb Krusenstern nicht so lange als gewöhnlich warin dem Seecadetten-Corps; die Umstände erlaubten ihm nicht den her-kömmlichen Cursus hier ganz zu vollenden, und führten ihn bald indie fruchtbare Schule des thätigen Lebens und bedeutender geschicht-licher Ereignisse.
Da im Jahr 1787 die Ottomanische Pforte der Kaiserin vonRußland den Krieg erklärte, wurde in den russischen Ostseehäfen eineEscadre ausgerüstet, die unter dem Admiral Greigh nach dem Mittel-ländischen Meer segeln sollte, um das türkische Reich auch von dieserSeite zu bedrohen. Schon waren drei Schiffe von je einhundert Ka-nonen, die nicht mit ihrem Geschütz und der ganzen Ladung durchden Sund gehen konnten, nach Kopenhagen voraus gesendet, um beiZeiten, erleichtert und mit Bequemlichkeit durch diesen Engpaß desMeeres geschafft zu werden, als der König von Schweden, Gustav III.durch einen raschen, und wie sich bald ergab, übereilten Angriff ausRußland, auch der russischen Seemacht eine andere Bestimmung auf-nöthigte. Sie hatte sich nun mit einem näheren Feinde zu messen,gegen den im Frühjahr 1788 die gesammte Ostseeslotte ausgerüstetwurde. Es mangelte an Offizieren. Da erfolgte der Befehl, sämmt-liche „Gardemarine" (d. h. Kadetten der ältesten Klasse) auch diejeni-gen die den Cursus noch nicht vollendet hatten, wenn sie nur, wenig-stens einmal zur See gewesen seien, als Offiziere aus dem Cadetten-Corps zu entlassen. Krusenstern gehörte zu denen aus die der kaiser-liche Befehl bezogen werden konnte. Im Mai 1787 zum Gardemarinbefördert, hatte er noch im Laufe desselben Jahres sein Element ken-nen gelernt, auf einer ersten Uebungssahrt in der Ostsee, die er mitneunundzwanzig anderen Zöglingen des Kadetten-Corps zusammen,unter den Befehlen eines Capitains v. Steinheil, auf der FregatteMstislawetz von 36 Kanonen machte. Ein Jahr früher als er untergewöhnlichen Verhältnissen hoffen durfte, verließ demgemäß der Jüng-ling, im Mai 1788, das Cadettenhaus als Mitshipman, und eingünstiges Geschick gewährte ihm eine Anstellung aus dem Mstislafs,einem Linienschiff von 74 Kanonen, das unter den Befehlen einesvielseitig gebildeten sehr ausgezeichneten Seemanns stand. — Ja mankönnte eine Vorbedeutung, ein Zeichen seiner künftigen Bestimmung,in der zufälligen Anordnung sehen, die den jungen Offizier geradeauf dieses Schiff führte. Die Kaiserin Katherina II. deren thätiger