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Erster Band.
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Das Ende des Kaisers Paul.

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sichtslos mit ihr zu sprechen; wenigstens erzählt er uns selbst, daß erihr unter Anderem sagte: „Nackamo, on im svuo pas In oowockio!"

Endlich versprach sie sich zu beherrschen, wenn man ihr nur denentseelten -Körper zeige, ries ihre Töchter herbei, nahm den Arm, denihr Bennigsen bot, und es erfolgte, was dieser Mann in seiner scho-nungslosen Weise eine „vollkommene Theaterscene" nennt. Schon aufdem Wege durch die Säle und Zimmer des Palastes ließ sich dieKaiserin mehrmals nieder, wie nach Fassung ringend, und rief wieder-holt in deutscher Sprache aus: „Gott helfe mir ertragen!" — Sowie sie das verhänguißvolle Gemach betrat, wo jetzt der todte Kaisermit der Garde-Uniform bekleidet auf dem Bette lag, schrie sie lautauf, warf sich an dem Lager nieder, und küßte die Hände des Ge-mahls, vor dem noch wenige Stunden früher ihre Freiheit, ihr Leben,ihre Kinder nicht sicher waren. Dann verlangte sie eine Scheere,schnitt eine Locke von dem Haar des Kaisers ab, und forderte ihreTöchter aus, ein gleiches zu thun, was auch geschah. — Endlich schiendie Kaiserin sich entfernen zu wollen, aber sie kehrte plötzlich um,hieß ihre Töchter gehen, warf sich noch einmal verzweifelnd an demBett nieder, und rief: „ich will die letzte sein!" — In ihre Wohnungzurückgekehrt, kleidete sie sich in die äußeren Zeichen tiefer Trauer,ehe sie den Weg nach dem Winterpalast antrat.

Auf dem Wege zum Winterpalast erwartete die Kaiserin Marie,wie uns versichert wird, sichtlich, daß die Menge, die hier durch dieStraßen wogte, bei ihrem Anblick etwas zu ihren Gunsten unter-nehmen werde. Das geschah natürlich nicht; es waren vielmehrScenen ganz anderer Art, die sich aus diesem Wege dem Auge derKaiserin zeigten; überall begegnete ihr der Ausdruck der lautesten,jubelnden Freude: man begrüßte sich gegenseitig wie nach einer lan-gen Trennung; man umarmte sich, und Einer wünschte dem AnderenGlück, als sei jeder Einzelne persönlich aus dringender Gefahr erlöst;Menschen, die einander fremd waren, sprachen wie vertraute Freundeihre Gefühle gegen einander aus.

Trüb und formlos wurde im Innern des Palastes die Regie-rung Alexander's eingeleitet. Hier in der Kapelle des Kaiserhauseswohnte der neue jugendliche Herr in nachlässiger Kleidung, mit auf-gelöstem Haar, in Thränen dem Gottesdienst für Sterbende bei; dieEintretenden leisteten wie sie ankamen, den Eid der Treue, ohne daß

v. Bernhardt,, verm. Schriften. I. H