Das Ende des Kaisers Paul.
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Knorring, in dessen Art es lag, seine Meinung stets sehr unumwun-den auszusprechen, antwortete nach kurzer Pause: „Wer weiß, EuerMajestät! — Der selige Herr war nicht beliebt!" — Die Kaiserinwendete sich kurz um, und war augenblicklich aus ihrer Nähe ver-schwunden, ohne ein Wort weiter zu sagen.
Nach einigen Monaten jedoch, als der Kaiser Alexander anfing,sich etwas fester zu fühlen, wurden sowohl Pahlen als Subow ent-fernt. Pahlen war für ein Bündniß mit Frankreich, wie es Pauleingeleitet hatte, Subow stimmte für die Politik Katherina's und einBündniß mit England; seinen Ansichten schloß sich Alexander an.Doch waren es wohl nicht Gründe der Politik, die Pahlen's Entfer-nung herbeiführten; Bennigsen belehrt uns eines Anderen: sein „zwei-deutiges Nichterscheinen im entscheidenden Augenblick" — währendjener verhängnißvollen Nacht— „wurde ihm übel ausgelegt." — Inder That war unter denen, die den Mann zu kennen meinten, dieUeberzeugung allgemein, daß Pahlen sich darauf eingerichtet hatte,im Fall der Streich mißlang, den Großfürsten Alexander sammt allenVerschworenen zu verhaften, und als Paul's Retter aufzutreten.
Platon Subow war zu unbrauchbar und nichtig, um sich haltenzu können, nachdem er sich mit bedeutenderen Männern entzweit hatte.Er wurde nicht verbannt, aber er entfernte sich und ging auf seineGüter in Curland, als er sah, daß ihm keine eigentliche Stellung inder neuen Staatsverwaltung angewiesen wurde.
Ihn und Pahlen hatte Alexander in dem Augenblicke, wo seinVater oben in seinem Schlafgemach ein gewaltsames Ende fand, un-ten im Schloßhof gesehen; er wußte demnach, daß sie nicht unmittel-bare Zeugen der blutigen That gewesen waren. Anders verhielt essich mit Bennigsen. Und gerade dieser gewann jetzt das VertrauenAlexanders, dem er bis dahin ziemlich fremd geblieben war, und kamin dessen persönliche Umgebung. Er begleitete den Kaiser, als dieserzur Krönung nach Moskau ging; wurde außer der Reihe zum Ge-^ neral der Kavallerie befördert, wurde General-Adjutant — und ob-
r gleich der Kaiser ihn mit der Zeit gering achten lernte, hat die Welt
x ihn doch mehr als einmal an der Spitze der russischen Heere gesehen.
! Es scheint fast, als sei ihm sein Benehmen der Kaiserin Maria gegen-
j über sehr hoch angerechnet worden; als habe man darin den Beweisj großer Zuverlässigkeit gesehen.
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