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Das Ende des Kaisers Paul
Überhaupt, wie die Revolution selbst sich um Persönlichkeiten ineinem engen Kreise drehte — nicht welterschütternd um Principien,gleich jener im westlichen Europa — wurden auch ihre Nachwirkun-gen, die lebendigen Erinnerungen an das Ereigniß, gleichfalls vor-zugsweise in persönlichen Beziehungen fühlbar.
Bis auf einen gewissen Grad wurde, ganz unschuldiger Weise,auch der junge Prinz Eugen von Württemberg davon betroffen —der Knabe, der, wie sich von selbst versteht, von den mehr als selt-samen Plänen Paul's gar nichts erfahren hatte. Er wurde von demAugenblick der Katastrophe an sehr wenig mehr beachtet in Peters-burg, denn der Kaiser Alexander schien sich seiner nicht zu erinnern
— und natürlich glaubte ein jeder dem neuen Herrn seinen Hos zumachen, indem er ebenfalls den jungen Prinzen geflissentlich ignorirte.
— Nach einigen Monaten, als ein solcher Schritt nichts Auffallendesmehr haben konnte, fand die Kaiserin Mutter angemessen, ihren Neffennach Schlesien zurück zu senden.
Später vermittelte dieselbe hohe Verwandte wieder den wirklichenEintritt des Prinzen in die russische Armee; er erwarb durch ausge-zeichnete Dienste, die er leistete, einen schönen militairischen Ruf.Die Kaiserin Mutter, die ihn sehr liebte, war hoch erfreut darüber
— der Kaiser Alexander dagegen schien es nicht durchaus gern zusehen, und so lange er lebte, kam der Name des Prinzen Eugen vonWürttemberg in den öffentlichen Berichten entweder gar nicht, odernur ganz beiläufig vor. Das war um so auffallender, da der Kaisersich im Gespräch, so wie in den Briefen an seine Mutter, gelegent-lich sehr anerkennend über die Dienste des Prinzen aussprach. DieKaiserin theilte solche Stellen aus den Briesen ihres Sohnes hin undwieder in dem Kreise ihrer Gesellschaft mit — und man war dannum so mehr befremdet, den Namen des Prinzen in den öffentlichenBerichten nicht zu finden. Selbst in der Relation von der Schlachtbei Kulm wurde Eugen von Württemberg nicht genannt; Graf Oster-mann, dem zur Zeit der Verstand etwas aus den Fugen gekommenwar, wurde seltsamer Weise zum Helden des Tages gestempelt —und zwar hatte der Kaiser Alexander selbst dem Prinzen schon aufdem Schlachtfelde angekündigt, daß von ihm auch bei dieser Gelegen-heit wieder nicht die Rede sein werde, indem er die bekannten Worte