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Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—14.

wenigstens einen zarten Punkt zu berühren. Marmont konnte nichtwohl selbst der Welt erzählen, daß Napoleon als General Buona-parte seine jüngste Schwester mit ihm, seinem Lieblingsadjutanten,verheirathen wollte, und daß er auswich. Marmont wußte damalsso wenig in den Sternen zu lesen, daß er die reiche Tochter des Ban-quier Perregaur für eine bessere Partie hielt, als die kleine Italiene-rin Mademoiselle Panline Buonaparte. Diese wurde mit einem an-deren Adjutanten ihres Bruders, mit dem General Leclerc, und später,als junge Wittwe, mit dem Fürsten Borghese vermählt. — Aberdurchaus zu leugnen, daß er je begünstigt worden sei, dazu konntenden Marschall Marmont doch immer nur die schon erwähnten drücken-den Erinnerungen bestimmen. Um darzuthun, daß er dem Impera-tor nicht zu Dank verpflichtet sei, vergleicht er seine Laufbahn undStellung mit denen der anderen Marschälle und fragt, was er dennvor diesen voraus gehabt habe? — Er vergißt dabei nicht mehr undnicht weniger, als daß die übrigen Marschälle seiner Zeit, mit sehrwenigen Ausnahmen, Leute waren, die Napoleon, als er zur Machtgelangte, schon in bedeutender Stellung, an der Spitze von Armeenvorfand, während seine eigene Beförderung vom ersten Anfang anganz und durchaus das Werk seines kaiserlichen Freundes war.

So sind denn diese auch in Frankreich trotz der veränderten Strö-mung der öffentlichen Meinung allgemein sehr ungünstig beurtheiltenbändereichen Denkwürdigkeiten in der That sehr unzuverlässig und be-dürfen einer strengen Sichtung. Glücklicher Weise hat uns der Ver-fasser selbst diese gar sehr erleichtert, denn das Buch ist mit einemkaum glaublichen Leichtsinn zusammengeschrieben. Marmont hat seineofficielle Correfpondenz als Anhang und Beleg hinzugefügt—: offen-bar ohne sie wieder durchgesehen zu haben, ehe er das that; dennseltsamer sind Erzählung und Beweise wohl noch nie zusammengefügtworden. Fast überall, wo der Text uns die Thatsachen gleichsam nurin einer freien Uebersetzung giebt — in einer sehr freien mitunter —finden wir in der Korrespondenz die schlagendste Widerlegung desTextes und mittelbar Aufschluß über den wahren Hergang, sowieüber die wirklichen Motive der gefaßten Entschlüsse.

Dieser Briefwechsel ist es, der dem Werk, trotz aller seinerMängel, einen sehr großen Werth verleiht. Marmont hat, indemer ihn der Oeffentlichkeit bestimmte, sich selbst in vielen Fällen