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Die Befreiungskriege 1812—14.
führen; so müssen wir uns denn damit begnügen, nur im Vorbei-gehen noch anzudeuten, daß Radetzky's Leben von „einem österreichi-schen Veteranen" bei manchem Verdienst doch eigentlich nur der we-nigen aber werthvollen Aktenstücke wegen, die darin mitgetheilt wer-den, unter den Quellenschriften anzuführen ist. Die Erzählung derBegebenheiten ist etwas skizzenhaft und flüchtig, und auch nicht ganzfrei von einer gewissen Befangenheit, die wir allerdings einem „öster-reichischen Veteranen" wohl nachsehen können, aber doch nicht ver-gessen dürfen bei der Benutzung des Buches. Wir sind in dieser Be-ziehung wohl hinlänglich orientirt, wenn wir sehen, daß der Verfasserzwar sehr viel von einer Friedenspartei im Hauptquartier der Ver-bündeten spricht, die besonders während des Feldzugs 1814 vielfachhindernd und lähmend eingrisf in die kriegerischen Operationen, dannaber die Dinge so darstellt, als hätten die Fürsten Schwarzenbergund Metternich an der Spitze der rastlos strebenden, unternehmendenKriegspartei gestanden!
Wir wenden uns nun von der Betrachtung dieser Literatur ansich, und der Persönlichkeiten, die sich in ihr mit. größeren oder ge-ringeren Ansprüchen auf unser Vertrauen kund geben, zu dem, worumes uns hier eigentlich zu thun ist, indem wir die Summe des Ge-winns zu ziehen suchen, den sie der Geschichte gebracht hat.
Er ist erfreulich, groß und von weit reichender Bedeutung. Dielange und kunstreich genährte Täuschung war zum Theil von so tiefgehender Natur, daß die Wahrheit, die an ihre Stelle tritt, nicht etwanur berichtigend, sondern umgestaltend einschreiten muß.
Selbst über die Person des außerordentlichen Mannes, der ge-bietend oder zum Widerstand herausfordernd, die Geschichte Europa'swährend der ersten fünfzehn Jahre dieses Jahrhunderts bestimmt hat,ist uns mancher neue und wichtige Aufschluß gewährt. Ja wir ha-ben ihn eigentlich jetzt erst aus seinen eigenen Briefen vollständigkennen gelernt — und diese sprechen mit solcher Klarheit zu uns, daßihnen gegenüber jede idealifirende Darstellung seines Wesens in Nichtsverschwindet.
Wer zwei Bildnisse Napoleon's aus verschiedenen Lebensepochen,Bildnisse des republikanischen Generals und des Kaisers, neben ein-ander sieht, wird kaum errathen — wenn er es nicht vorher weiß —daß beide die Züge eines und desselben Menschen wieder geben; so
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