Die Befreiungskriege 1812—14.
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sehr hatte dieser Mann sich in den wenigen Jahren, die ihn von demjugendlichen zum Mannesalter hinüber führten, in seinem Aeußernverändert.
Der Gedanke liegt nahe, daß er auch in seinem Innern eineähnliche umgestaltende Krisis erlebt haben müsse, und man bestärktsich leicht in diesem Glauben, wenn man bemerkt, in wie merkwür-diger Weise die öffentliche Meinung sich ihm gegenüber im Laufeseines Lebens umgewandelt hat; wie viele Hoffnungen sein erstes Auf-treten, den ersten Theil seiner Laufbahn freudig begrüßten, und welch'ein allgemeiner Haß sich zuletzt in dem geknechteten Frankreich wie indem gepeinigten Europa gegen ihn erhob. Es ist natürlich genug,daß der Grund dieser Erscheinung vielfach nicht in einer Täuschunggesucht wird, der sich die hoffende Welt hingab, und aus der sie dannerwachte, sondern in einer Wandelung, die mit dem Helden selbstvorgegangen sei. Den Zeitgenossen namentlich, die alle Phasen derherrschenden Stimmung mit durchlebt hatten, mußte diese Vorstellungnahe liegen.
So erzählt denn auch einer der bedeutendsten unserer deutschenHistoriker, der ehrwürdige Schlosser, in diesem Sinn; er schildert unsden jugendlichen Helden, der aus der Revolution hervorgeht, frei vonihrem Schmutz und ihren Verbrechen, dessen ganzes Wesen von derNatur großartig angelegt war, der in jeder Weise gemacht und be-stimmt schien, den Forderungen der Zeit zu ihrem Recht zu verhelfen,indem er sie zugleich mit starker Hand vor allen Verirrungen undAusschweifungen bewahrte. Er zeigt uns, wie dieser Mann, kaumzur Herrschermacht gelangt, von den Menschen, die einer vergangenen,unreinen Zeit angehörten, von Aristokraten, Hoflenten, Absolutstenj und Priestern künstlich umsponnen wurde; wie solche Menschen ihn! der Einfachheit und Wahrheit, seinem eigenen Wesen und seinem Be-ruf entfremdeten, indem sie ihn bestimmten, mit ihnen gemeinschaft-liche Sache zu machen; wie Kriecherei und Schmeichelei ihn umgabenund verdarben, den despotischen Sinn, die Verachtung der Menschen,die er durchschaute, in ihm groß zogen, und seinen Geist in solchemGrade verwöhnten, daß er zuletzt gar keine Grenze seiner Willkürmehr anerkennen wollte.
Marmont scheint in seinen Denkwürdigkeiten diese Vorstellungen^ zu bestätigen; er sagt uns ausdrücklich, daß in Napoleon, in ver-