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Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—14.

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und die Ideologen, d. h. gegen die Menschen von idealer Gesinnung,schon ganz fertig, wie es nachher in dem Imperator nicht schärferausgeprägt sein konnte. Die gebietende Stellung, die er gleich nachden ersten glücklichen Gefechten in Italien einnimmt, verräth, daßauch seine Herrscherpläne damals schon sehr bestimmte Absicht, unddaß sie lediglich Pläne der Selbstsucht waren, die nur seine eigeneGröße und Verherrlichung zum Zweck hatten.

Für seine Geschichte während dieser Lebenszeit treten Miot'sMittheilungen neu hinzu, um so werthvoller, weil sie aus gleichzeiti-gen Tagebüchern hervorgegangen sind. Als Miot den General Buo-naparte zu Brescia zum ersten Male sah, bemerkte er mit Erstaunen,daß dieser junge Heerführer mit den Officieren seines Stabes durch-aus nicht aus dem Fuß der Vertraulichkeit stand, den republikanischeSitte in den französischen Armeen üblich gemacht hatte; Napoleonsuchte und wußte seine Umgebung schon damals in einer ehrfurchts-vollen Entfernung strenger militairischer Etikette zu halten; wie Miotsagt: er hatte schon die Stellung bezeichnet, die er einnehmen wollte,und den Abstand festgestellt, der ihn gesondert über jede Umgebungerheben sollte. Das war am 5. Juni 1796, nicht ganz zwei Monatenachdem er seine Feldherrn-Laufbahn begonnen hatte. — Ein Jahrspäter vollends fand Miot den siegreichen General der Republik zuMailand schon nicht mehr von einem Hauptquartier, sondern demWesen nach von einem glänzenden Hos umgeben, den die strengsteEtikette nach pomphafter byzantinischer Weise beherrschte. So hatteer die Sitte angenommen wie die alten Könige von Frankreich alleinzu speisen, aber in gewissem Sinne öffentlich. Es wurde begünstig-ten Personen der Eintritt in den Speisesaal gestattet, wo sie zusehendurften, wie er aß. In allem Wesentlichen verfuhr er sehr willkür-lich, ohne sich viel um das Direktorium, die höchste Behörde Frank-reichs, zu kümmern; „er war schon nicht mehr ein General der Re-publik, sondern ein Eroberer für eigene Rechnung, der dem BesiegtenGesetze gab."

Und welche Pläne verrieth er damals schon im Gespräch mitMiot und dem nachherigen Herzog Melzi! „Glaubt ihr denn," riefer aus, „daß ich in Italien Siege erkämpfe, um die Advokaten imDirektorium groß zu machen, oder solche Leute wie Carnot und Bar-ras? — Oder um eine Republik zu gründen? — Welch' eine Chi-