Band 
Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—14.

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vergleichen, um zu wissen, daß sie eine Fabel sei, und dennoch ist sievielfach nachgeschrieben, und gläubig selbst in deutsche Geschichtswerkeaufgenommen worden!

Unter diesen Umständen ist es ein doppelt werth zu achtenderDienst, den Thiers der Geschichte dadurch geleistet hat, daß er diesGespräch seinem wirklichen Inhalt nach bekannt macht, so wie esMetternich selbst unmittelbar nach dem Ereigniß niedergeschriebenhat. — Wir haben nun Metternich's eigenes Zeugniß dafür, daß erin Dresden nicht um ein Haar breit mehr verlangt hat, als zuReichenbach verabredet war.

Der österreichischen Regierung lag in allem Ernst daran, einenFrieden auf diese elende, Deutschland vernichtende Grundlage zuStande zu bringen. Um zu diesem erwünschten Ziel zu gelangen,ließ sich der Fürst Metternich sogar auf eine etwas zweideutige Neben-unterhandlung mit Frankreich ein, die vor den Verbündeten geheimgehalten und selbst nach der Kriegserklärung bis nach der siegreichenSchlacht bei Kulm nicht abgebrochen wurde.

Daß diese Politik bei solchen französischen Schriftstellern, wieThiers, unbedingten Beifall findet und entschiedene Anerkennung, istnatürlich genug. Eher könnte der seltsame Stolz befremden, mit demösterreichische Veteranen sich aus dieses Lob von zweideutigem Werthberufen! —

Glücklicher Weise blieben Metternich's Bemühungen vergeblich,weil Niemand außer dem Wiener Cabinet den Frieden wirklich wollte,Napoleon so wenig als seine Gegner. Während in Prag, wo einCongreß diesen Frieden betreiben sollte, die Unterhandlungen nichteinmal zu einem wirklichen Ansang kommen konnten, wurden auch diekriegerischen Unternehmungen berathen, für den Fall, daß es zu einemneuen Feldzug kommen mußte, und diese Besprechungen fanden zuletztin dem bekannten, zu Trachenberg unterschriebenen Operationsplanihren Abschluß. Wie lange ist seltsamer Weise dieser Plan dem Kron-prinzen von Schweden, Bernadotte, zugeschrieben worden! — Wirwissen nun, daß Niemand weniger Antheil daran hatte, als geradedieser französische Marschall und schwedische Prinz.

Die Berathungen begannen schon am 14. Juni mit einer Sen-dung des russischen Generals Toll, von dem die ersten Entwürfe her-rührten, in das österreichische Hauptquartier nach Gitschin.' So wenig