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Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—14.

erschreckte. Napoleon sah seinen Gegner im Geist schon bei Nogentnnd Provins, sich selbst vollständig umgangen, von Paris abgeschnit-.ten nnd in dieser Lage in eine hoffnungslose Schlacht verwickelt, dieunvermeidlich seinen Untergang herbeiführen mußte.

In dieser Lage erbot er sich, den Frieden selbst auf die Bedin-gung anzunehmen, daß Frankreich sich aus seine alten Grenzen vomJahre 1792 beschränke. Es war das die Forderung, welche jetzt, daihnen wirklich die Lage Frankreichs klarer geworden war, die Ver-bündeten anf Englands und Rußlands Betreiben stellten. Ein Frie-dens-Congreß war inzwischen zu Chatillon a. d. Seine eröffnet, dennwenn er auch bis dahin den Frieden nicht gewollt hatte, bedurfteNapoleon doch unbedingt fortwährender Unterhandlungen, um durchdiese nöthigen Falls die kriegerischen Operationen auszuhalten, undmöglicher Weise die Verbündeten unter sich zu entzweien.

In dem Augenblick, wo Napoleön's Anerbieten den Verbündetenbekannt wurde, war er schon nicht mehr im entferntesten geneigt, ihmwirklich zu entsprechen. Blücher hatte sich nicht an die Seine nachNogent, sondern gegen den Marschall Macdonald, der aus den Nie-derlanden heranrückte, an die Marne gewendet, Napoleon war ihmdorthin gefolgt, und erfocht in einer Reihe glänzender Gefechte be-deutende Vortheile über die vereinzelten Theile der schlesischen Armee.Die Lage war verändert.

Metternich und die sämmtlichen Diplomaten des Hauptquartiersglaubten, wenn auch aus sehr verschiedenen Gründen, den gebotenenFrieden mit beiden Händen ergreifen zu müssen, nnd waren außersich über den widerstrebenden Kaiser Alexander, den Stein bestärktein dem, was man seinen thörichten Eigensinn nannte. Da der Kaiservon Rußland, um die Unterhandlungen zum Stillstand zu bringennnd einen übereilten Abschluß des Friedens zu verhüten, seinen Be-vollmächtigten aus Chatillon zurückrief, glaubte die österreichische Re-gierung als Gegenmaßregel die kriegerischen Operationen znm Still-stand bringen zu müssen, damit der Frieden nicht durch neue folgen-reiche Ereignisse verhindert werde; auch neue Niederlagen des Fein-des, die den Kaiser Alexander in seinen Ansichten und in dem Stre-ben, den gänzlichen Sturz Napoleon's herbeizuführen, noch bestärkenkonnten, mußten unter diesen Umständen vermieden werden: — derFürst Schwarzenberg erhielt von seinem Hof den geheimen Befehl,