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Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—14.

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mit seinem Heer nicht über die Seine vorzugehen. Dieser Befehlzwang die Hauptarmee zur Unthätigkeit, während Napoleon gegenBlücher beschäftigt war, so nahe auch damals schon — Mitte Fe-bruar — die Eroberung von Paris in ihrem Bereich lag. Er machtejede, auch nur mittelbare Unterstützung der schlesischen Armee un-möglich — und diese blieb ohne Beistand schweren Unfällen preis-gegeben.

Seitdem diese Thatsache bekannt geworden ist, haben österrei-chische Schriftsteller sie zu leugnen gesucht; wie es scheint, ohne ge-hörig zu erwägen, daß entscheidende Beweise vorliegen, und daß diesengegenüber eine dreiste Behauptung und bloße Deklamation nichtgenügen.

In solchen Declamationen ergeht sich unter anderen der MajorThielen, ohne die Spur eines Beweises beizubringen; wenn nicht etwadie Aeußerung, daß man eine so zweideutige Maßregel dem biedernCharakter des Kaisers Franz und des Fürsten Metternich gar nichtzutrauen dürfe, für einen solchen gelten soll. Uebrigens, sich auf denFürsten Metternich zu berufen, ist für den Major Thielen nichts we-niger als rathsam. — Sein Buch, seine Behauptungen, seine Dekla-mationen sind in Metternich's Cabinet zur Sprache gekommen, undlächelnd sagte dieser selbst zu einem befreundeten Staatsmann — denwir nennen könnten, der sich aber wahrscheinlich selbst nennen wird:„Warum hat mich der Herr Major Thielen nicht gefragt, ehe er dasdrucken ließ? — Ich hätte es ihm gesagt, daß der Fürst Schwarzen-berg allerdings solche Verhaltnngsbefehle hatte!"

In dem Augenblicke, wo es den Diplomaten gelang, den KaiserAlexander zu überreden und die Wiederaufnahme der Unterhandlun-gen zu erwirken, mußten sie erfahren, daß es zu spät sei. Napoleonwollte nicht mehr durch sein eigenes Wort gebunden sein; schon wen-dete er sich gegen die Hauptarmes und erfocht bei Mormant undMontereau über einzelne Heertheile derselben nicht unbedeutende Vor-theile.

Die verbündete Hauptarmee wurde bei Troyes versammelt, dortsollte eine Hauptschlacht gewagt werden, zu der auch Blücher mitseinem wieder gesammelten Heer, Freund und Feind zur Ueberraschung,ungebeugten Sinnes herbeieilte. — Im letzten Augenblick aber sankdem Fürsten Schwarzenberg der Muth; der Entschluß zur Schlacht