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Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—1-1.

ging über seine Kräfte; trotz aller Einreden, alles Widerspruchs desKaisers Alexander und des Königs von Preußen beschloß er den Rück-zug auf das stets wichtig geachtete Plateau von Langres.

Seine eigenen Briefe verrathen noch dazu, daß er weit mehr be-absichtigte, als einen blos einstweiligen Rückzug nach einem nicht allzuentlegenen Punkt. Der Fürst Schwarzenberg war nämlich jetzt zuder Ueberzeugung gekommen, daß der Invasionskrieg ohne Basis, dendie Verbündeten aus die falsche Voraussetzung unternommen hätten,man werde Frankreich unbewasfnet finden, überhaupt ein verfehltesUnternehmen und nicht durchzuführen sei; daß man sich, so gut esgehen wolle, herausziehen müsse, um zu einer methodischen Krieg-führung überzugehen — und wenn das auch erst am Rhein gesche-hen könne.

Auch die schlesische Armee sollte, nach Schwarzenberg's Anord-nungen, über Nancy nach dem Rhein zu den Rückzug aus dem In-nern Frankreichs antreten. Aber mit raschem Entschluß steuertenBlücher und Gneisenau dem drohenden unberechenbaren Unheil, dasder schwache Feind unmöglich den zahlreichen Heeren der Verbündetenbereiten konnte, und ein ohne irgend welche wirkliche Veranlassunggefaßter, kleinmüthiger Entschluß des eigenen Oberfeldherrn dennochaus dem Punkt stand herbeizuführen! Sie machten sich los von derHanptarmee, und eilten mit raschen Schritten — nicht rückwärts nachNancy — sondern vorwärts an die Marne, znr Vereinigung mitBülow und Wintzingerode, die aus den Niederlanden herankommensollten — und dann aus Paris. So wurde durch ihre kühne Thatder gefährdete Erfolg des Feldzugs gerettet.

Blücher's Unternehmen führte in den Invasionskrieg zurück, demman entgehen wollte; die Hanptarmee unter Schwarzenberg folgte,weil es nicht zu vermeiden war, zurück in diese Bahn, aber mitWiderstreben, ohne Vertrauen auf den Erfolg, entschlossen ihrerseitsnichts mehr zu wagen, immer aus dem Sprung an den Rhein undzu einer methodischen Kriegführung zurückzukehren, wenn das Glückder Waffen dem Feldmarschall Blücher untren wurde. Dazu in ab-wartender Bereitschaft verweilte sie ein paar Wochen vollkommen un-thätig in der Gegend von Trotzes, ohne sich weiter vorzuwagen.

Aber Napoleon unterlag bei Laon in dem erneuten Kampf mitder schlesischen Armee; es knüpften sich an seine Niederlage Begeben-