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Erster Band.
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Die Befreiungskriege 1812—14

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heilen, denen wir hier nicht im Einzelnen folgen können, da wir znmSchluß eilen müssen. Am 22. März finden wir — während Blü-cher's Heer von Chalons bis Chatean-Thierry an der Marne stand— Napoleon auf dem Schlachtfelde bei Arcis an der Aube der ver-bündeten Hauptarmee gegenüber und gezwungen, sich einzugestehen,daß sein Heer zu schwach fei, Stirn gegen Stirn die offene Feld-schlacht zu wagen. Er faßte in dieser Lage den mehr als kühnenEntschluß, Paris für den Augenblick Preis zu geben, und sich ganzin den Rücken der Verbündeten auf ihre Verbindungen zu werfen,um sie zum Rückzug zu zwingen.

Der Gedanke hatte Napoleon schon mehrmals im Lauf des Feld-zugs beschäftigt, und war selbst der Lieblingsgedanke geworden, dersich durch das Ganze zog. Einmal hatte Napoleon die Ausführungim Sinn gehabt und wieder fallen lassen, in einem Augenblick, wosie höchst wahrscheinlich eine ihm günstige entscheidende Wendung desFeldzugs herbeiführte —: unmittelbar nach seinen Siegen über Blü-cher im Februar. Jetzt wurde die Ausführung sehr zu unrechter Zeitund Stunde unternommen.

Napoleon trat unverzüglich von Arcis aus den Marsch nach Vitryan der oberen Marne an; natürlich war dabei vorausgesetzt, daßOesterreich auch jetzt noch seinen Sturz nicht wolle, und in einen Zugnach Paris nicht willigen werde, selbst wenn der Kaiser von Ruß-land und der König von Preußen geneigt sein sollten, sich dazu zuentschließen. Gewiß ließ sich Napoleon aus dies vermessene Unter-nehmen nicht ein, wenn er auf dem Schlachtfelde von Areis schonwußte, wie sich unterdessen die Unterhandlungen zu Chatillon gewen-det hatten. Selbst die leitenden österreichischen Staatsmänner undalle, die mit ihnen für den Frieden stimmten, hatten nämlich zuletzteinsehen müssen, daß Napoleon keinen Frieden wolle, der ihn nichtzum Herrn von Europa machte. Oesterreich mußte ihn ausgeben, alsder Gesandte Napoleon's, Caulaincourt, der eigentlich weder eine Jn-strnction, noch eine wirkliche Vollmacht hatte, gedrängt die Bedingun-gen anzugeben, aus die sein Gebieter schließen wolle, mit ganz aben-teuerlichen Vorschlägen hervortrat. Die Unterhandlungen wurden ab-gebrochen, der Congreß löste sich auf.

Als Napoleon das, zu spät, erfuhr, sah er sogleich, daß falscheVoraussetzungen ihn in den Unterhandlungen wie im Felde zu sal-