Der Feldzug 1812 in Rußland noch einmal.
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Auch diese haben ihren Werth, da der Adjutant in Beziehung ausmanche Persönlichkeiten, wie z. B. Ostermann und Aermolow, unbe-fangen und rücksichtslos vielerlei Einzelnheiten erzählt, die der Her-zog selbst wohl mit Stillschweigen Übergängen oder doch schonend ge-mildert hätte.
Es sind auch Schriftstücke mit eingeschaltet, die in einer oder deranderen Weise von dem Herzog selbst herrühren — aber zum Theilin einer Fassung, die hie und da zu Zweifeln über einzelne Züge derErzählung veranlaßt. Wer z. B. Gelegenheit gehabt hat die „Ju-gend-Erinnerungen" des Herzogs, die wunderbaren Erfahrungen, dieihm seine erste Reise nach Petersburg brachte, mit ihm selbst zu be-sprechen, — oder wem gestattet war seine eigenen Aufzeichnungeneinzusehen — der wird sich wohl erinnern, daß in dem eigenen Be-richt des ehrwürdigen Herrn manches Besondere sich etwas andersstellte als hier, in dem Bilde, das General v. Helldors uns davongiebt. Fast scheint es, als seien diese Jugend-Erinnerungen nachmündlichen Erzählungen von anderer Hand niedergeschrieben, und derSchreiber habe sich dabei kleine Gedächtnißfehler zu Schulden kommenlassen — und eine solche Vermuthung liegt um so näher, da auch dieEinzelnheiten, die den Memoiren Bennigsen's entnommen sind, diedem Herzog gar wohl bekannt waren, sich nicht immer genau so, wiesie hier stehen, in den Memoiren jenes merkwürdigen Mannes nach-weisen lassen.
In etwas anderer Weise scheint der „Ueberblick der wichtigstenEreignisse aus dem Leben des Prinzen Eugen von Württemberg",mit dem General v. Helldors die Reihe der von ihm aneinander ge-fügten Aufsätze beginnt, nicht ganz vollständig — wenigstens ver-missen wir darin einiges, das wir uns erinnern in dem Original,von der eigenen Hand des Verfassers — (des General-Lieutenantsv. Valentini) — gelesen zu haben. Namentlich bezogen sich die Hoff-nungen, die daraus berechnet waren, daß im Frühjahr 1813 der Her-zog Eugen und kein Anderer an der Spitze des Vortrabs und vonallen russischen Generalen zuerst und zuvörderst in Deutschland er-schien, die schon dadurch, daß ein anderer, nämlich Wintzingerode, anseine Stelle gesetzt wurde, absichtlich durchkreuzt waren, ganz und garnicht aus das preußische Heer, wie in dem hier gedruckten Text an-gedeutet wird. — Das hätte keinen Sinn gehabt, denn dem preußi-
v. Bernhards, verm. Schriften. I. 10