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Der Feldzug 1812 i» Rußland noch einmal.
schen Heer war der Herzog durchaus ein Fremdling; und in demKreis der preußischen Staatsmänner — auch den Minister Stein miteingerechnet — hatte so wenig als in der Armee irgend ein Menschauch nur eine Ahnung davon, daß es irgend einen Unterschied machenkönne, ob der Herzog oder ein Anderer die Spitze des russischen Heer-zugs führte. Diese etwas luftigen Hoffnungen, um die der Herzogselbst zur Zeit wohl nicht vollständig wußte, die in dem berühmtenManifest von Kalisch ihre Berechtigung fanden und voraussetzten, dasrussische Heer sei wohl erhalten, zahlreich und mächtig genug im Ver-ein mit Preußen rasch weit gegen den Rhein vorzudringen, — dieseHoffnungen lagen, nach den geheimnißvollen Mittheilungen in Valen-tini's Handschrift, viel weiter westwärts im Innern Deutschlands. Siegehörten wohl zu den Hunderten von mehr oder weniger gewagtenProjecten, die in solchen bewegten Tagen der mächtige Wellenschlagder Zeit hervorruft, die von ihm emporgehoben und wieder verschlun-gen werden, ohne eine Spur ihres vorübergehenden Daseins zurück-zulassen.
Auffallend ist dann endlich, daß der Adjutant, der so genau undgewissenhaft zu berichten weiß, was unter seinen Augen vorgegangenist, dagegen in den großen, maßgebenden Verhältnissen keineswegshinreichend orientirt erscheint. Der Herzog Eugen und sein mehrfachentscheidender Antheil an den kriegerischen Ereignissen der Zeit wur-den in den officiellen Berichten stets mit Stillschweigen Übergängen;wir wissen jetzt, wie das zuging, daß es der Kaiser Alexander selbstwar, der die allgemeine Aufmerksamkeit nicht aus den Herzog gelenktzu sehen wünschte, und was für Gründe er dazu zu haben glaubte.Sind doch die, zum mindesten gesagt, sehr seltsamen Pläne, die denKaiser Paul während der letzten Tage seines Lebens in seiner leiden-schaftlich-verwirrten Weise beschäftigten, und die Rolle, die darin demHerzog zugedacht war, kein Geheimniß mehr, so wenig wie das eigen-thümliche Mißtrauen, mit dem der Kaiser Alexander seine Mutter,die Träume des Ehrgeizes, die sie genährt haben mochte, und diePersonen, die ihr besonders nahe standen, fortwährend beobachtete.— General v. Helldorf selbst bringt alle diese Dinge abermals zurSprache!
Dennoch finden wir in seinen Auszeichnungen eine Stelle, welchedie geflissentliche Zurücksetzung des Herzogs dem General Barclay de