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Erster Band.
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Der Feldzug 1812 in Rußland nach clniuul

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Tolly zur Last zu legen scheint und jedenfalls die zur Zeit bestehen-den Verhältnisse durchaus verkennt. „General Barclay de Tolly",heißt es da, „konnte es dem Prinzen noch immer nicht vergeben, daßer Ende August (1813) nach der Schlacht bei Dresden seiner Intri-gue gegen den Fürsten von Schwarzenberg durch das Gewirre dergroßen Straße von Pirna über Peterswalde und Kulm nach Töplihso kräftig entgegengetreten war. Erst nach der Schlacht bei Paris,in welcher der Prinz wieder so Ausgezeichnetes geleistet und sich auchdurch seine persönliche Tapferkeit so bemerkbar gemacht hatte, daßer die ganze Armee von sich sprechen machte, versöhnten sich, wahr-scheinlich durch den edlen Kaiser Alexander veranlaßt, die beidenFeldherren."

Daß Barclay von einer falschen Ansicht ausging, indem er nachder Schlacht bei Dresden die Dispositionen des Fürsten Schwarzen-berg nicht befolgte und den Weg über den Geiersberg nach Böhmeneinschlug, anstatt sich auf der Heerstraße über Peterswalde und Nolleu-dorf über das Erzgebirge zurückzuziehen, das ist mehr als zur Ge-nüge gesagt worden; aber den Grund seines Verfahrens in rein per-sönlichen Absichten — in einer gegen Schwarzenberg gerichteten In-trigue zu suchen, darauf war bis jetzt noch Niemand verfallen! —Und diese Vorstellung muß auch in der That als eine vollkommenunbegründete, ja als eine abenteuerlich zu nennende verworfen wer-den. Hat denn Barclay jemals gegen Schwarzenberg — oder über-haupt gegen irgend Jemanden intriguirt? Er, der einfache Mann vonschlichtem Charakter, dem außer dem Willen auch noch das Talentfür die Intrigue fehlte? War er wohl der Mann dazu, zu Gunsteneiner persönlichen Intrigue das russische Heer absichtlich in das Ver-derben zu führen? — Sein ganzes Leben beweist das Gegentheil.Wir brauchen nur an die Schlacht von Borodinö zu erinnern. Bar-clay war damals auf das schmerzlichste beleidigt und gekränkt wor-den, er sah sich von Kutusow mißhandelt — in welcher heroischenWeise er dennoch am Tage der Schlacht seine Pflicht that, das istbekannt! — Und nun fragen wir, ob es nicht ein sträflicher Leicht-sinn ist, den Mann, der solche Beweise seiner Redlichkeit gegeben hat,in solcher Art, ohne den Schatten eines Beweises, zu verdächtigen?

Was aber den Kaiser Alexander anbetrifft, so gab es, — wieedel er auch gewesen sein mag, — wie gesagt, ohnstreitig Dinge, die

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