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Erster Band.
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Dcr Feldzug 1812 >» Rußland noch einmal.

Man denke sich den großartigen Freiherrn von Stein Beutemachend bei der Plünderung eines reich möblirten Schlosses!

Seltsam genug, wenn im österreichischen Hauptquartier, dessenVertrauter und treuer Diener General Wilson damals allerdings wardie großgesinnten Männer, die Metternich's Politik am entschiedenstenhindernd im Wege standen, in solcher Weise besprochen und beur-theilt wurden!

Doch wir kehren zu der Geschichte des Feldzugs 1812 zurück,die uns hier zunächst beschäftigt, und bemerken, daß in Beziehungauf diesen ein doppelter Bericht Sir Robert's vorliegt.

Einmal in seinen Tagebüchern, die trotz aller Schwächen nndeiniger Nachbesserungen, die man darin zu bemerken glaubt, nichtganz ohne Werth sind, da sie im Wesentlichen den Eindruck der Er-eignisse so wiederspiegeln, wie der Augenblick der That sie brachte —und nebenher manche brauchbare Notiz bringen, die zur Zeit imHauptquartier umlief. Das zweite Werk dagegen, die methodischeDarstellung des Feldzugs, ist nicht mehr als eine sehr dürftige undobenhin gearbeitete Compilation, in die kein künftiger Geschichtschrei-ber jener Zeiten auch nur einen Blick zu werfen braucht, denn erkönnte nichts daraus schöpfen,.als ein paar Erzählungen von sehrzweifelhafter Zuverlässigkeit, die zu des Verfassers eigener Verherr-lichung eingeflochten sind.

Die Correspondenz Joseph de Maistre's kann natürlich nur dieallgemeinen Eindrücke wiedergeben, die der bedeutende, wenn auch inmancher Beziehung befangene Mann, dem Schauplatz der eigentlichenkriegerischen Thätigkeit fern, in der Hauptstadt des russischen Reichsempfing, den Geist, der dort herrschte, die Stimmung, welche dortdie wechselvollen Ereignisse hervorriefen.

So bleiben denn in der That nur zwei Werke von entschiedenerBedeutung in eingehender Weise zu besprechen: die Werke von Bog-danowitsch und Smitt.

Das erstere müssen wir in jeder Beziehung als eine sehr erfreu-liche Erscheinung bezeichnen — und namentlich, nicht zum wenigsten,schon deshalb, weil es „aus allerhöchsten Befehl" geschrieben ist! —War doch auch das Werk des Generals Danilewsky — im Jahr1839 — auf Befehl des damaligen Kaisers, Nicolaus I., geschrie-ben; — wie jetzt dem General Bogdanowitsch waren damals dem