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Erster Band.
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Der Feldzug 1812 in Rußland noch einmal.

ren, den Feind sodann in's Innere zu locken, aber ihn jeden Schrittmit Blut erkaufen zu lassen und zuletzt, wenn seine Kräfte erschöpftwären, mit den geschonten unsrigen über ihn herzufallen."

Herr v. Smitt selbst hebt hervor, daß so etwas nie geschehen ist,und begleitet überhaupt den ganzen Aussatz mit der Bemerkung, ersei merkwürdig, weil er zeige: „wie abgelaufene Begebenheiten, ohnedaß nur entfernt eine Absicht von Entstellung vorwaltet, sich allmäligim Kopfe eines redlichen Mannes umgestalten, versetzen und ergänzenkönnen," — Worte, die wir mit voller Ueberzeugung unbedingt unter-schreiben, da wir Barclay's makellose Ehrenhaftigkeit wohl zu wür-digen wissen.

Nur seltsam, daß bei Herrn v. Smitt eine so milde Deutungdem Auswärtigen, dem „Herrn Knesebeck," nicht zu statten kömmt;selbst da nicht, wo er sich in Beziehung aus einen so unwesentlichenUmstand, wie die Entfernung zwischen Petersburg und Zarskoe ist,irrt — oder verschreibt. Da kommen wir sofort aus „Prahlereien"und „Münchhausiaden."

Nicht ohne Verwunderung sieht man die leidenschaftliche Gereizt-heit des Herrn v. Smitt; diese fieberhafte Erbitterung, für die keineigentlicher Grund vorliegt. Wo kömmt sie her? — Wo will sie hin?

Vielleicht daß ein paar Worte aus Herrn v. Smitt's eigenerFeder uns den Schlüssel zu dieser Stimmung geben. An der Stelle,wo er die National-Eitelkeit der Deutschen geißelt, fügt er hinzu:„Damit meinte er den Ruhm der Russen zu mindern," — und hier,scheint es, treten die Regungen des Gemüths hervor, die ihm unbe-wußt Einfluß aus sein Urtheil üben. Wir gewahren, daß wir esvielleicht weniger mit den Ergebnissen kritischer Forschung zu thunhaben, als mit einem erregten Gefühl.

Die Sorge um Rußlands Ruhm bewegt sein Herz. Das machtseinem Patriotismus Ehre, dem wir unsere Achtung nicht versagen,— und auch der anerkannte, hohe Werth seiner Schriften für die Ge-schichte wird dadurch nicht beeinträchtigt, denn diese Pietät für Ruß-land und der Einfluß, den sie auf seine Anschauungen übt, liegen sooffen zu Tage, daß die historische Kritik dadurch nicht irre geführtwerden kann.

Den anfänglichen Operationsplan Napoleon's construirt sich Herrv. Smitt, beiläufig bemerkt, genau so wie Clausewitz. Doch scheint