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Erster Band.
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Der Feldzug 1812 in Rußland »och einmal.

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ihm dies Zusammentreffen entgangen zu sein, denn er nennt Clause-witz bei dieser Gelegenheit nicht.

Indem er die weiteren Ereignisse bis zu den Gefechten bei Smo-lensk bespricht, übergeht Herr v. Smitt manches nicht Unwichtige mitStillschweigen — namentlich die Intriguen im russischen Hauptquar-tier — und die eigenthümliche Scene, die sich ergab, als die russi-schen Generale, der Großfürst Konstantin an der Spitze, ihren Ober-feldherrn Barclay zwingen wollten, den Befehl zur Räumung vonSmolensk zurückzunehmen. Bogdanowitsch hält es für Pflicht, desEreignisses zn gedenken, Herrn v. Smitt scheint nichts davon bekanntgeworden zu sein, während wir im Gegentheil glaubten, daß geradeEr unter Allen eine besondere Veranlassung habe, näher auf die Sacheeinzugehen.

Barclay wußte nämlich in diesem höchst kritischen Augenblickseine Feldherrnwürde mallnhaft zu wahren, wies die leidenschaftlicherregten Generale in ihre Schranken zurück — und bedeutete denGroßfürsten, er habe dem Kaiser so wichtige Papiere zn übersenden,daß er sie nur dessen Bruder anvertrauen könne; in ein paar Stun-den werde ein Adjutant sie Seiner Kaiserlichen Hoheit überreichen.

Das war ein kühner, mannhafter Schritt, den vielleicht keinZweiter in ganz Rußland gewagt hätte. — Was Barclay angekün-digt hatte, geschah, und unter allen Adjutanten des Feldherrn wargerade Woldemar v. Löwenstern derjenige, der dem Großfürsten dieversprochenen Papiere zn überbringen hatte. Diesen gewiß interessan-ten Zug aus seinem Leben scheint er Herrn v. Smitt nicht mitge-theilt zu haben. — Da die „Denkwürdigkeiten eines Liefländers" inFolge dessen nichts darüber bringen, mag es vergönnt sein, hier diebetreffende Stelle aus Löwenstern's eigenem Tagebuche einzuschalten:

„Der General Barclay suhlte sich in sehr peinlicher Weise be-rührt, als er die Intriguen inne wurde, die darauf angelegt waren,ihm den Oberbefehl von Stunde zu Stunde zn erschweren."

„Nach reiflicher Ueberlegung beschloß er das Haupt der Hydraanzugreifen und den Großfürsten Konstantin vom Heere zu entfernen.— Mir wurde der peinliche Auftrag zu Theil, dem Großfürsten denBrief zu überbringen, der ihn von dieser Nothwendigkeit in Kennt-niß setzte. Ich hatte Befehl, sein Hauptquartier nicht eher zn ver-