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Erster Band.
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Der Feldzug 1812 in Rußland »ach einmal.

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In Beziehung auf eine reiche französische Kriegskasse, die ausder Verfolgung eben Löwenstern selbst in die Hände fiel und in derdarauf folgenden Nacht spurlos wieder verschwand, findet sich imTagebuche eine zarte Andeutung/ der zufolge es wohl der zunächsthöher im Kommando stehende russische General gewesen sein könnte,der diesen Schatz bei stiller Nacht in Sicherheit brachte.

Ueber die letzte Periode des Feldzugs giebt dann auch Sir Ro-bert Wilson — nicht in seinem geschichtlichen Werk, wohl aber inseinem Tagebuch — einige nicht unwichtige Notizen.

Die militairischen Schriftsteller und Geschichtschreiber Frankreichswiederholen beständig, daß Napoleon's Heer nur durch die Elementebesiegt worden sei; und um die Unfehlbarkeit des Feldherrn zu retten,der das Frostwetter der Wintermonate wohl hätte vorhersehen und inseine Berechnungen aufnehmen können, wird behauptet, ein ganz un-gewöhnlich früher und strenger Winter habe im Jahr 18l2 alle Be-rechnungen getäuscht.

Lange hat man das gelten lassen; wir haben in Toll's Lebendarauf aufmerksam gemacht, daß Napoleon gerade im Gegentheil durchungewöhnliche klimatische Verhältnisse begünstigt worden ist, wie er esgar nicht hoffen durste; daß der Herbst des verhängnißvollen Jahresein ganz ungewöhnlich milder war. Brachte doch erst die Nacht vorn6. zum 7. November den ersten Frost! — Auch Sir Robert bestätigtnun als unmittelbarer Zeuge, daß die milde Jahreszeit eine in Ruß-land ganz unerhörte war — 3 8638«in unllnovvn to Iiu88i3 — unddasselbe sagt Löwenstern. Die Nacht nach der Schlacht bei Malo-Jaroslawetz war (24. October) eine so milde, daß der hinfällige Ku-tnsow sie im Freien zubringen konnte.

Besonders aber fiel dem General Wilson am Schluß des Feld-zugs die bedenkliche Zerrüttung des russischen Heers, die Ohnmacht,der es in Folge seiner ganz ungewöhnlichen Verluste verfallen war,die Unmöglichkeit, in der sich Rußland befand, den Kamps alleinmit Aussicht aus Erfolg fortzusetzen, sehr schwer auf das Herz. SeinZeugniß, an Ort und Stelle in täglichen Notizen niedergelegt, isthier von Werth, denn es zeigt, daß die Natur der obwaltenden Ver-hältnisse an Ort und Stelle nicht zu verkennen war.