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Erster Band.
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Der Feldzug 1812 in Rußland nach einmal.

werthes Andenken bleiben werde — die Vertheidigung des eigenenWerks aber, konnte natürlich nicht anders als schwach und lahmausfallen.

Den Vorwurf der Parteilichkeit in Beziehung auf gewisse Per-sönlichkeiten sucht Danilewsky dadurch abzulehnen, daß er erklärt, erschreibe für die Nachwelt, und müsse die Dinge im Großen und Gan-zen behandeln, wie die Nachwelt sie sehen werde. Die Nachwelt werdein den Ereignissen des Jahrs 1812 nur drei maßgebende Factorensehen und anerkennen: den Kaiser Alexander, das russische Volk undKntnsow! — Alles Andere, alle Nebenpersonen — Befehlshaber derSeitenheere und Heertheile, Chefs des Generalstabs, General-Quar-tiermeister „v tutti gurmti" verschwinden unfehlbar in der Unermeß-lichkeit der Ereignisse. — So erinnere man sich, in Beziehung ausdie Schicksale Rußlands im Jahr 1612, nur dessen, daß der FürstPosharsky damals das Reich gerettet habe, und niemand frage werdessen General-Quartiermeister gewesen sei. Da er — Danilewsky —in solcher Weise „ä In lmutaur cko In xostöritö" Stellung genommenhabe, könne er natürlich nicht untergeordneten Persönlichkeiten zu liebeschreiben. Ausdrücklich an Toll erinnert, bemerkt er daß er dessenan einer Stelle gedacht habe — und das sei Alles was ein Obersterirgend verlangen könne. — Daß in seinem Werk gleichwohl eineMenge untergeordneter Persönlichkeiten verherrlicht sind, aber vorzugs-weise solche, die inzwischen zu einflußreichen Stellungen gelangt warenund von denen man etwas erwarten durfte — das übergeht Dani-lewsky in diesem Zusammenhang mit Stillschweigen.

Der Bemerkung, daß Barclay an Kutusow's Stelle die Gunstder Umstände bei Wiäsma und Krasnoie mit ganz anderer Energiebenützt haben würde als geschehen ist, begegnet Danilewsky mit derausweichenden Antwort, daß er Geschichte schreibe, nicht Hypothesenerörtere. Seine Ausgabe sei zu erzählen was geschehen, nicht zu er-örtern was unter diesen oder jenen Bedingungen hätte geschehen kön-nen. Sarkastisch fügt er hinzu, er glaube die Niederlage des Fein-des wäre allerdings noch vollständiger geworden, wenn der ErzengelMichael oder der Erzengel Gabriel an der Spitze der russischen Armeegestanden hätte!

Auch Platow werde von Löwenstern zu streng beurtheilt; manmüsse die Dinge im Großen sehen; Platow habe die Gesammtheit der