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Erster Band.
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Das russische Heer im Frühjahr 1854.

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leicht noch eben so viel für den Regiments-Commandeur abgezogenwerden, angeblich um Compagnie- und Regiments-Ausgaben zu decken,für die kein eigener Fond angewiesen ist. Doch das ist jedenfallsein Mißbrauch, der glücklicher Weise wohl nicht allgemein gewordenist. Wir haben dergleichen als Ausnahmen zu betrachten, und nichtin Rechnung zu bringen, wo von allgemeinen Zuständen die Rede ist.

Es bleiben dem Soldaten also monatlich 65 Pfund —53,13Pfund Zoll-Gewicht — Noggenmehl, das etwas mehr als billigKleie enthält. Danach ist leicht zu berechnen, daß seine tägliche Brot-portion kaum 2'/< Pfund betragen kann, wenn das Brot wirklichgut ausgebacken, nicht, wie man das nennt, klitschich und ungesundsein soll. So rechnet auch ungefähr die Regierung. Wo die Ver-pflegung nicht in Mehl, sondern aus Bäckereien der Regierung inBrot geliefert wird, erhält der Soldat täglich 3 russische — 2,44 PfundZollvereins-Gewicht Brot, und es wird dabei vorausgesetzt, daß derganze Kul Mehl, ohne Abzug von 7'/z Pfund, im Lauf des Monatsverbacken wird, um die erforderlichen 90 Pfund Brot zu liefern.

Was die sonstige Verpflegung betrifft, genießt der Soldat, imgünstigsten Fall im Lauf eines Monats an Salz, Fleisch und Ge-müse so viel, als sich gegen 7^ russische Pfund Mehl eintauschen läßt.

Freilich kommen noch die Geschenke hinzu, die der Kaiser beiParaden und vor ihm ausgeführten Uebungen als Zeichen seiner Zu-friedenheit zu ertheilen Pflegt; sie bestehen in der Regel in einemGlase Branntwein oder einem halben Pfunde Fleisch; zuweilen inbeiden: zusammen; mitunter auch in 10, oder selbst 15 Kopeken inGeld für den Mann. Auch der Branntwein und das Fleisch werdenzu Gelde berechnet und kommen in die Masse. Dieser Zuschuß istaber nur bei den Garde-Regimentern, die dem Kaiser oft vorgeführtwerden, von einiger Bedeutung. Für die Armee ist er fast gar nichtzu rechnen, da der Kaiser bei weitem nicht jedes Regiment auch nureinmal im Jähr sieht.

Gern würden die Soldaten auch noch nebenher durch Arbeit et-was verdienen, wenn sich dazu nur Gelegenheit finden wollte. Wosich ausnahmsweise eine Möglichkeit zeigt, wird sie mit einem fast über-mäßigen Eifer benutzt. Aber in Petersburg ist der Soldat im All-gemeinen so sehr durch den Dienst in Anspruch genommen, daß erGelegenheit, etwas zu verdienen, gar nicht benutzen kann. Auch wird