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Erster Band.
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Das russische Heer im Frühjahr 1854.

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groschen an Salz, Gemüse und Fleisch zn beschaffen ist, so viel kommtim Lauf von vier Monaten auf den Einzelnen. Die Frage, in wie-fern eine solche Nahrung, nebst 2 >4 Pfund Brot und 7z PfundGrütze täglich, hinreichen mag, den Mann — namentlich unter demEinfluß eines strengen, zehrenden nordischen Klima's — gesund undbei Kräften zu erhalten, bedarf wohl kaum noch einer weiteren Be-antwortung. Herr v. Haxthausen meint zwar, die Brotportion, diein der That etwas stärker ist, als in anderen Armeen — und inseiner Vorstellung vollends colossale Dimensionen annimmt — könnealle anderen Nahrungsmittel ersetzen, das ist aber eine ganz will-kürliche Vorstellung, die über die Wirklichkeit nichts vermag und nichtsdaran ändert. Jedenfalls wäre außer der Quantität auch die Qua-lität des Brotes zu berücksichtigen. Das russische Soldatenbrot läßtaber in dieser Beziehung zu wünschen, und bei näherer Untersuchungmöchte sich wohl ergeben, daß die schwerere russische Brotportion anwirklich nährenden Elementen nicht mehr enthält, als die leichtere,die in anderen Armeen herkömmlich ist; — eher weniger. Jedenfallskommt sie, trotz ihres Gewichts, an Nahrungswerth der geringerenQuantität Weizenbrot nicht gleich, die in einigen europäischen Ar-meen aus den Tag gerechnet wird. Aber auch ganz abgesehen davonbedarf der menschliche Organismus verschiedener Elemente, um aus-reichend ernährt zu sein, und das Eine kann das Andere nicht er-setzen. Man muß verständige und gewissenhafte Militair-Aerzte be-fragen und anhören, wenn man wissen will, wie es wirklich um dieErnährung des russischen Soldaten steht. Thatsächlich findet übrigensdie Frage wohl schon in dem Umstand ihre Erledigung, daß derTyphus, der in Folge mangelhafter Ernährung entsteht, gar leichtepidemisch wird in der russischen Armee und nicht selten zahlreicheOpfer fordert.

Besser geht es den Regimentern die in weitläustige Cantonirun-gen vertheilt, auf dem flachen Lande in den Dörfern einquartiert find— obgleich der Soldat hier noch etwas weniger von Seiten des Re-giments erhält. Es werden ihm nämlich auch hier 7 7- Pfund(russisch) Mehl vorenthalten und zu Gelde- berechnet, das in dieMasse kommt, aber diese Gelder werden hier nicht verwendet wie inden Casernen. Es wird sogar aus den Artels meist gar nichts für dieVerpflegung der Leute verwendet, denn verständige Befehlshaber der