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Zweiter Band.
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Der französische Adel in seinem Verhältniß

stehenden ausländischen Regimentern treiben könnten, sollen dieseTruppen einen Eid leisten ihre Waffen nie gegen die StaatsbürgerFrankreichs zu brauchen; selbst nicht im Fall eines offenen Aufruhrs.Auch sollen sie durchaus in die Grenzfestungen verlegt werden."

(Der Adel in fünsundsiebzig Wahlbezirken forderte außerdemdas Heer solle fortan den Eid der Treue dem König und den Ständen,oder, wie man sich ausdrückte, der Nation leisten. Weder die Geist- jlichkeit noch der dritte Stand stellten damals eine ähnliche Forderung.)

„Alle Unterlieutenantsstellen werden vom Könige besetzt — jedochlediglich aus Vorschlag der Provinzialstände; und diese dürfen dazunur Adeliche in Vorschlag bringen — oder Söhne von Ludwigsritternoder von Offizieren die im Felde geblieben sind."

Zu wessen Gunsten diese weit gehenden Freiheiten erworben undgeübt sein sollten — das hing natürlich ganz von der Art und Weiseab wie der Reichstag zusammengesetzt war, und in der gestimmt wurde.Was das nun anbetrifft, verbot die Geistlichkeit durchaus einstimmig,in allen Wahlbezirken ohne eine einzige Ausnahme, ihren Abgeord-neten, in irgend etwas zu willigen, was der alten Einrichtung stände-weise zu stimmen entgegen sein und eine Abstimmung nach Köpfenherbeiführen könnte. Würde diese verderbliche Weise zu stimmenangenommen, so heißt es in vielen oabisrs, so hinge die Gültigkeitder wesentlichsten Gesetze von den unbeständigen Meinungen der Mengeab. Die geistlichen Herren hatten das Bewußtsein daß ihr Reichin dieser Welt, von dem sich loszusagen wie ihr Vorbild und Meister,sie keineswegs geneigt waren, einige Gefahr lies, wenn die Art zu !stimmen den wirklich im Lande obwaltenden Verhältnissen gemäß 'umgestaltet wurde.

Der Adel der meisten Wahlbezirke verlangte ebenfalls daß durch-aus nach Ständen abgestimmt werde; mehrere Wahlbezirke machtenindessen doch ein Zugeständniß und meinten, es könne, wo es sich umAuslagen handle, nach Köpfen abgestimmt werden, in allen andernAngelegenheiten aber sei unbedingt die alte Weise zu stimmen aufrechtzu erhalten. Nur einige willigten in die Abstimmung nach Köpfenals allgemeine Regel, nur die Ritterschaft des Delphinats verlangtesie ausdrücklich unter Mounier's Einfluß.

Wesentlich wollte also der Adel die geforderte Machtfülle in eigenerHand behalten, indem er sich aus die Geistlichkeit zu stützen hoffte,