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Zweiter Band.
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Aiiuikreich, Oesterreich und der Krieg in Italien. (1859.) 21Z

Die Mitglieder dieses Kreises müßten freilich mit dem Sturz desKaiserthrons in das unbedeutendste Nichts zurück verschwinden: aberwer in Frankreich würde sich das sonderlich zu Herzen nehmen? Undaußerhalb dieses engen Kreises würde man vergeblich nach einerpolitischen Partei eigentlicher Buonapartisten suchen; nach einer Partei,die in ihren Ansichten von der Voraussetzung einer Solidarität ihrerInteressen mit denen der Napoleoniden-Dynastie ausginge; der dieseDynastie unentbehrlich wäre; die sich nicht gerade eben so gut mitder ersten besten anderen Einrichtung der Regierung behelfen, injedem anderen System zurecht finden könnte, und die nicht vollkommenbereit wäre, das ohne Weiteres zu thun, sowie die Umstände es somit sich bringen. Es giebt keine Partei, die auch nur entfernt ge-neigt wäre, Opfer zu bringen für die Erhaltung dieser Dynastieoder des gegenwärtigen Systems.

Das Kaiserthum ist entstanden in einem Augenblick sehr großgeachteter Bedrängniß, als ein Geschöpf der Rathlosigkeit und Noth,die eine sehr geschickte Hand allerdings meisterhaft zu benutzen ver-stand. Es war die Macht, die eben, in Mitten einer allgemeinenund besinnungslosen Zerfahrenheit, zunächst zur Hand lag als Schutzgegen unbequeme Zustände, vor denen man sich mehr als billigfürchtete; zu einer Zeit, wo jede andere denkbare Combination ent-weder verbraucht schien für den Augenblick, oder des leitenden Geniusentbehrte, der sie mit Ernst und Entschlossenheit vertreten hätte. Eswar zur Stelle, und es war ganz umsonst zu haben, ohne An-strengungen und That, man brauchte es nur selber gewähren zulassen gegen die Rothen. Ein wohlhabender Gutsbesitzer und Edel-mann aus den mittleren Provinzen Frankreichs, der sich dem Ver-fasser als Orleanist und Liberaler zu erkennen gab, gestand, daß erseiner Grundsätze ungeachtet für das Kaiserthum gestimmt habe, unddas sogar wieder thun würde, wenn es von Neuem daraus ankäme.Erläuternd wiederholte er das bekannte Bonmot: „Die politischenGrundsätze sinö in unseren Tagen so etwas wie die artigen Nipp-sachen, die man aus das Gesimse seines Kamins stellt; es ist hübsch,dergleichen zu haben — aber zum Gebrauch ist es nicht!" Man hatsich in der allgemeinen Rathlosigkeit daran gewöhnt, zu dem nächstenMittel gegen die Verlegenheit des Augenblicks zu greifen, wennI dasselbe auch anerkannt nichts weniger als das beste ist. So besteht