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Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien, (1859,)
Alles verlangt nach Geld; — tonjonrs äs 1'nrAsnt! -- risn gasäs I'arAsnt! — äs l'nrg'sut ä tont prix! — äs l'nrg'sut gnnnämsms!" Er klagte, wie diese unersättliche Gier, die für keine andereRücksicht Raum läßt, zerrüttend in das Familienleben eingreift, wo,anderer betrübender Erscheinungen nicht zu gedenken, das Geld alleinund ganz ausschließlich beachtet wird bei der Verheirathung derKinder. Von Neigung und dergleichen Sentimentalitäten ist natürlichnicht die Rede —: man fragt auch nicht nach der Ehrenhaftigkeit derFamilie, der man sich anschließt — ja, man wirst seine Tochter aneinen elenden verlebten Krüppel weg, verheirathet seinen Sohn an einbleichsüchtiges Mädchen, das mit erblichen Krankheiten behaftet ist —ohne auch nur an die physische Beschaffenheit, an die Gesundheit derNachkommenschaft zu denken, die solcher Ehe entspringen soll. — Ichunterbrach den Eifernden mit der Bemerkung, daß Convenienz-Heirathen, von den Eltern verabredet, in Frankreich wohl immerdie Regel gewesen seien; namentlich vor der Revolution von 1789.Ja! erwiederte er: in den gesellschaftlichen Kreisen des Adels, nichtaber in dem Bürgerstande! Heut zu Tage dagegen ist Geld in allenKreisen, bis in die Hütte des Landmanns herab, allein bestimmend.
Verhält es sich nun aber so: wer kann dem Geist, der sich insolchen Familien-Verhältnissen als in seinem natürlichen Element be-wegt, in Beziehung aus das öffentliche Leben heroische Selbstverläug-nung für ideale Zwecke zutrauen? Es bedarf keiner Erklärung, wiedieser Mangel an Vertrauen zu dem herrschenden Geist überall denWillen lahmt, der gegen die Regierung auftreten möchte, und ihnnirgends znr That werden läßt. Wer möchte sich preisgeben, wenner nirgends auf eine ernste Unterstützung — nicht einmal aus An-erkennung rechnen darf, und befürchten muß, das heroische Wagnißganz einfach und nüchtern als eine „äupsris" verurtheilt zu sehen. —Man klagt mit Bitterkeit, man zürnt! — und läßt denn doch dieWasser ungestört den Bach hinunter fließen, schwimmt mit demStrom und sucht sich einzurichten, so gut es unter den Umständengehen will. —
Die zweite, mächtige Stütze des Kaiserthrons, ohne die freilichdie erste nicht genügen würde, ist das Heer, vortrefflich daraus an-gelegt, eine Regierung, die sich gewissermaaßen mit ihm identificirt,gegen das ganze Land aufrecht zu erhalten, und in neuester Zeit mit