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Zweiter Band.
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Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien. (1859.)

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an Arbeitern! — ^U'nArionltnrs man lins äs bras sn Kranes!" —In einem dicht bewohnten Lande, in welchem die Fabrikthätigkeitdoch noch lange nicht den überwiegenden Theil der Bevölkerung inAnspruch nimmt! — Man ist im ersten Augenblick geneigt, das süreine ungegründete Ausrede zu halten. Bei näherer Untersuchungindeß ergiebt sich, daß die Bevölkerung Frankreichs schon seitlängerer Zeit stationär geworden ist, und sich nur sehr unbe-deutend oder gar nicht vermehrt —: eine Erscheinung, die um soseltsamer auffällt, da Frankreich von seiner Bevölkerung so gut wiegar nichts abgiebt an die Kolonisation auswärtiger Länder, nicht,wie die Völker germanischen Stammes, mit dem Ueberschuß seinerBevölkerung einen ganzen Welttheil belebt. In der fünfjährigenPeriode, die mit dem Jahr 1856 schließt, hat die Bevölkerung desReichs sich sogar um etwas vermindert, was die offiziellen Be-richte vergebens durch wohlklingende Redensarten zu verbergen suchen.Freilich fällt der Krieg in der Krim in diese Zeit: aber was wollendie dort erlittenen Verluste sagen, wo von der fünfjährigen Be-wegung einer Bevölkerung von vierunddreißig Millionen Menschendie Rede ist?

Während nun aber im Ganzen die Bevölkerung stillsteht, oderselbst zurückgeht, ist die der großen Städte in einem raschen Zu-nehmen begriffen. So war selbst in den fünf Jahren von 1851 bis1856 — abgesehen von Paris — die Einwohnerzahl von Lyon umnicht weniger als sünsunddreißigtausend Individuen gewachsen —und die von Marseille, Ronen, Nantes, Toulouse, kurz aller größerenMittelpunkte städtischen Lebens ungefähr in demselben Verhältniß.Es hat eine Entvölkerung des flachen Landes zu Gunstender großen Städte begonnen. Fragt man nun nach den Ursachendieser Erscheinungen, so wissen Aerzte und sonst verständige Beob-achter wohl Auskunft darüber zu geben. Sie sehen den Grund ineiner allgemeinen, tief und weit greifenden Entsittlichung; in einerEntsittlichung, die sich überall und namentlich auch in der Ehe gel-tend macht. —

So sehen wir denn überall in Frankreich die Zeichen krankhafterZustände, innerer Fäulniß, eines beginnenden, ja eines rasch fort-schreitenden Verfalls. Daraus folgt aber ganz und gar nicht, daßFrankreich nicht, auch in seinem jetzigen Zustand, und vielleicht mehr