Frankieicb, Oesterreich und der Krieg in Italien. (1869.) 253
Zuerst 0IIU886U1-8 ä'Oi-Isaim, oder nach dem Ort, wo sie gebildetwurden 6ba886ur8 cko Viuo6uu68 genannt, wurden diese Bataillone,10 an der Zahl, unter der Leitung des letzten Herzogs von Orleansden österreichischen Jägern nachgebildet. Mit gezogenen Buchsen be-waffnet, vorzugsweise im Scheibenschießen geübt, leisteten sie vorzüg-liche Dienste. Dadurch sah man sich veranlaßt, sie nach und nachbis auf 25 zu vermehren, damit jeder Infanterie-Division eine solcheJägerschaar beigegeben werden könne — und die Folgen waren, wieman sie erwarten mußte. Es konnte nun mit der Auswahl derMannschaften, die dieser Truppe überwiesen wurden, nicht mehr sogenau genommen werden — und die Jäger-Bataillone sind nichtmehr, was die ersten 10 waren. Man ist einig darüber, daß derAbstand sogar ein sehr großer ist. Noch eine solche Vermehrung,und man Hütte wohl wieder Grund, sie in Linien-Regimenter zu ver-wandeln, gleich der früheren leichten Infanterie. Ihre Geschichtewürde dann noch vollständiger lehren, was auch jetzt schon einleuch-tend ist: nämlich, daß eine solche Schaar die immer eine erlesenebleiben muß, wenn sie sein und leisten soll, was man von ihr fordertund erwartet, nicht ganz willkürlich vermehrt werden kann, über dasMaaß des Materials hinaus, das sich wirklich dazu vorfindet. —Viel mehr als die Infanterie läßt natürlich die Reiterei zuwünschen. Daß sie sehr unzweckmäßig gekleidet ist, besonders dieleichte, könnte noch hingehen; aber es läßt sich mit dem besten Willennicht längnen —: sie reitet unter aller Kritik! Man traut wirklich! seinen Augen kaum, wenn man so einen Husaren oder reitenden! Jäger — nicht selten in einem langen und einem kurzen Steigbügel! — in wahrhaft phantastischer Weise im Sattel herumfliegen sieht.Und doch muß man dabei eine gewisse Seiltänzer-Gewandtheit be-wundern; ein Deutscher könnte unmöglich auch nur hundert Schritteweit so galoppiren, ohne, über die Ohren seines Pferdes hinweg, Gottweiß wohin zu fliegen: der Franzose bleibt doch immer oben aufseinem Thier. Zäumung, Beschlag, Wartung der Pferde: das Alleswird mit einer gewissen genialen Rücksichtslosigkeit betrieben; dasPferd mag sich dabei befinden, wie es kann. Nur die Garde-Regi-menter, bei denen auf den inneren Dienst in den Schwadronen garsehr gesehen wird, machen in dieser Beziehung eine Ausnahme.
^ Und überhaupt soll damit nicht apodiktisch behauptet werden,