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Zweiter Band.
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Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien, (1859,)

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die Anordnungen der Oesterreicher den vielfachen Tadel, den sie vonallen Seiten erfahren haben, wenigstens zum Theil wohl verdienenmochten.

Gyulai muß hier doch zwischen 70 und 80,000 Mann zur Ver-fügung gehabt haben, da die Heertheile der Oesterreicher, nach dereneignen Angaben, fünf Wochen früher im Durchschnitt 24,000 Mannstark über den Ticino vorgerückt waren. Der Feldherr erwartete, wieer selbst sagt, den Hauptangriff von Turbigo her, und verwendeteaußer den beiden Heertheilen, die dort bereits standen, auch noch denunter Zobel znr Vertheidigung der Stellung auf der Höhe bei Ma-genta, die, obgleich im Haken zurückgebogen, theils am Canal entlangwestwärts, theils der Eisenbahn nach Mailand gleichlaufend nordwärtsgewendet, doch auf dem rechten Flügel, welchem der feste Stützpunktfehlte, der Umgehung ausgesetzt blieb. — Mit dem Heertheil Schwar-l zenbcrg's — vier Brigaden — ging Gyulai im Thalgrund desTicino vor, um die feindliche Heeresmacht, die über die Brücke von^ Buffalora gegen Magenta heranrückte, und die er für eine unter-geordnete Nebencolonne hielt, in der Flanke anzufallen. Zur Zeit,als dieser Angriff begann, war vom Feinde noch nichts über den Ticinogekommen, als die einzige Garde-Division Mellinet, die noch dazugrößtentheils in einen heftigen Kamps mit den Truppen Ed. Liechten-stein's um die Brücken über den Schiffahrts-Canal (ponts uuovnund pnnts vsoebio cki Llu«'sntu) verwickelt war. Schon war esden Franzosen sogar gelungen, die neue Brücke zu erobern, undGarde-Bataillone drangen über den Canal gegen das Dorf Magentavor. Dem Seitenangriff unter Schwarzenberg zu begegnen, standenin Folge dessen nur ein paar Bataillone zu Gebote; von Canrobert,der nachrücken sollte, war weit und breit nichts zu sehen. Der Augen-blick mußte dem Kaiser der Franzosen den Eindruck eines sehr be-denklichen machen; um so mehr, da auch aus der anderen Seite, woMac-Mahon angriff, das Feuer plötzlich schwieg. Mac-Mahonhatte nämlich die Truppen Clam's aus ihren vorgeschobenen Stel-lungen siegreich vertrieben, hielt aber der Hauptstellung gegenüberin seinem Angriff inne, weil er eine sehr überlegene Macht vor sichhatte. Er wartete auf seine nachrückenden Truppen. Napoleon III.sendete Adjutanten aus, Canrobert zu suchen, oder die ersten bestenTruppen herbeizuführen, deren sie habhaft werden könnten; selbst

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