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Zweiter Band.
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Z40 Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien. (1859.)

was von Niel's Heertheil, der nach der ursprünglichen Dispositiongar nicht über den Tieino vorrücken sollte, irgend erreichbar war. lGyulai ließ auch von den Höhen, von Magenta her, die Division !

Reischach (von Zobel's Heertheil) — eine überlegene Macht — zum !

Angriff übergehen, aus die französischen Gardebataillone, die über ^den Canal vordrangen. Wirklich wurden diese Bataillone wiederbis an und selbst über die neue Brücke zurückgeworfen, und dieOesterreicher eroberten bei dieser Gelegenheit die Eine vielgenannteKanone; weitere Erfolge vermochten sie nicht zu erfechten; sie trafenunverkennbar einen sehr tüchtigen Gegner!

Der Seitenangriff im Thnlgrnnd des Tieino, den Gyulai selbstleitete, erfolgte in sehr zerstückelter Weise, so daß die eine Brigade(Kintzl) bereits eine vollständige Niederlage erlitten hatte, ehe diedrei andern heran waren, und als bei den französischen Garden nachund nach eine Division von Niel's und zwei von Canrobert'sHeerthcil eingetroffen waren, gingen sie mit Glück gegen Gyulaiwie gegen Reischach zum Angriff über. Auf der anderen Seite, vonTurbigo her, warf Mac-Mahon, so wie er seine Truppen bei-sammen hatte, was die Oesterreicher geduldig abwarteten, Clam undLiechtenstein aus ihrer Stellung rechts von Magenta vollständighinaus über Corbetta zurück, und zwar in großer Unordnung, wieaus den österreichischen Berichten hervorgeht, da die Führer gestehen,

.daß ihre Bataillone eins in's andere gemischt, vollständig durchein-ander gekommen waren").

Gyulai, selbst auf Robeeco zurückgeworfen, hatte nichts Ge-ringeres vor, als den Kampf am folgenden Tage zu erneuern, danun auch Stadion und Benedeck nahe genug heran waren, umAntheil daran zu nehmen: — da mußte er zu seinem Erstaunenerfahren, daß Clam und Liechtenstein in der Nacht schon denweiteren Rückzug angetreten hatten, ohne seine Befehle abzuwarten,ohne ihn zu fragen, ja ohne ihn bei Zeiten zu benachrichtigen. DerSache nach mochten die Herren wohl Recht haben; ihre Truppenwaren schwerlich in der Verfassung, sofort einen neuen Kampf be-ginnen zu können, sie mochten somit ganz gute Gründe haben, fürdie nächsten Tage jedes Zusammentreffen mit dem Feinde zu ver-meiden. Die Angriffsbefehle, die ihnen Gyulai zusendete, beruhtenwohl auf einem Irrthum, dem der unerfahrene, mit dem Ernst des