sagen, wie wir diese Worte erklären zu müssen glauben. — Bei denWorten αμα δέ καί — ό Κροτωνιάτης bleiben wir im Ungewissen, obAlkmaeon das Hervorspriessen der Haare an derScbaam mit denBlüthender Pflanzen verglichen hat, oder Aristoteles. Diese Vergleichung ist soweit hergeholt und trifft so wenig das Wesen der Sache, dass wir siedem Aristoteles nicht zuschreiben mögen; aber wir glauben aus demselbenGrunde auch nicht, dass er sie von dem Alkmaeon entlehnt und hier bei-gebracht haben würde, wo sie zur Erläuterung der Sache auch nicht dasMindeste beiträgt. — Eine höchst auffallende Stelle dieses Buches istdas achte Kapitel, § 52 ff., worin von dem Kabel, dessen Zusammen-hang mit der Gebärmutter, der Lage der Frucht in der Mutter und derFruchtlage bei der Geburt und zwar nicht in der besten Ordnung gehan-delt wird. Dieser Abschnitt bezieht sich durchaus nicht allein und auchnicht vorzugsweise auf den Menschen, sondern bespricht diese Dinge inBeziehung auf die Säugetliiere überhaupt und in ganz allgemeiner Weise,indem des Menschen dabei nur gelegentlich gedacht ist. — Stellt man denInhalt des Buches zusammen, so zeigt sich zwar im Allgemeinen einegewisse in der Sache liegende Anordnung und ein natürlicher Fortschritt.Wenn man aber genauer zusieht, so vermisst man öfter darin den demAristoteles so eigenthümlichen aus der Natur der Sache sich ergebendenGang und den wahren inneren Zusammenhang; man findet an dessenStelle äusserliche Anknüpfungen und auch manche Praeposteritäten.
Wir führen noch eine Anzahl Wendungen und Ausdrücke auf, welchevon den sonst dem Aristoteles geläufigen abweichen oder seiner Rede-weise geradezu widersprechen. 3 τρφεσ&αι περί την του σπέρματος πρόεσιν.6 περί τον τόπον τον γόνιμον d. h. die Geschlechtstheile. 8 τά περί τούςμαστούς γίνεται διαφερόντως έτέραις προς έτέρας. 15. Unerklärlich ist διάτην νεότητα neben καί την ηλικίαν. 17 ποιεί τής τροφής τά υγρά καί δριμέατην ομιλίαν τοιαυτην, nämlich ώστε τάς γυναίκας μάλλον έξικμάζειν. 30 amEnde steht φαίνεται statt δοκεΐ. 31 μοναχώς ποιείται την του τόκου τελείωσινin dem Sinne , dass bei den anderen Thieren die Dauer des Tragens biszur Geburt eine bestimmte ist, weder darunter noch darüber veränder-liche. 35 το δέ δή πλή&ος των τόκων τής τελειώσεως, was heissen soll: dieZeitdauer der Trächtigkeit bis zur Geburt. 58 μέρος έστίν ούκ άστοχου διά-νοιας. 62 όσαις δ’ έν ταΐς άποκαιΐάρσεσιπροεζορμήσωσιν οί κα&αρμοί, und diebald darauf folgende Structur. Wir verweisen wegen dieser und andererStellen, deren ungeschickte Ausdrucksweise und Structur und mangel-haften inneren Zusammenhang wir angezeigt haben, auf die Anmerkungenzum Texte selbst. Eine genauere und noch mehr in das Einzelne ein-gehende Kritik würde noch Mehreres der Art aufzeigen und den Beweisverstärken können, auch wenn man diejenigen Stellen, wo man eineVerderbniss des Textes annehmen darf, ganz bei Seite liegen lässt.
Nach dem Allen kann man nur zu dem Resultat gelangen, dass wir