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2. Codex Venetus, als Venetus bei Schneider, A a (Mavcianus 208)bei Bekker bezeichnet.
Nur wenige Stellen sind von Camus verglichen worden, die voll-ständige Vergleichung findet sich hei Bekker. — Spuren der Benutzungdieser Handschrift finden sich in der zweiten Aldinischen Ausgabe. —Hin und wieder ist sie von einer späteren Hand corrigirt, und einigemalesind Lesarten mit dem Zeichen γρ. (am Bande?) vermerkt.
3. Codex Khenani, von Schn, und uns als Ehen, bezeichnet.
Ist von Schneider verglichen, welcher ihn von Brunch geliehen er-halten hatte; einst soll er im Besitze des B. Bhenanus gewesen sein. —Die Vergleichung ist nicht durchgehend und vollständig: Schneider sagt,er sei an vielen Stellen lückenhaft und häufig Blätter verschoben.
Man kann annehmen, dass diese Handschrift aus der Venetiani-sehen eopirt ist: so genau stimmt sie mit dieser zusammen. Für uns istsie daher ohne weitere Bedeutung; Schneider hat von derselben, da siefür ihn eine Unterstützung der Mediceischen war, mit Nutzen Gebrauchgemacht.
4. Codex Vaticanus 1339, als V bei Camus und Schneider, P beiBekker bezeichnet. — Die Handschrift ist auf Pergament; un-sere Schrift beginnt fol. 310 v°., nach Foggini aus dem 12.Jahrhundert.
Die erste an Camus mitgetheilte Vergleichung, und zwar mit derSylburg’sehen Ausgabe, rührt von Foggini her, die zweite vollständigeund offenbar viel genauere von Bekker.
Diese Handschrift kann als die Quelle desjenigen Textes angesehenwerden, den man als »Vulgata« bezeichnen könnte, indem der Text derAldina, welcher bis Camus die Grundlage aller Ausgaben ist, im Ganzengenommen damit übereinstimmt. Wenn auch die unter nr. 5 aufgeführteHandschrift von dieser nicht selten abweicht und öfter die richtige Lesartauf bewahrt hat, so dass man nicht geradezu behaupten kann, dass diefolgende aus dieser eopirt sei, so lässt sich doch kaum in Abrede stellen,dass sie aus einer gemeinsamen Quelle stammen. Auch eine bis in alleEinzelheiten gehende Untersuchung und Vergleichung beider, welcheanzustellen wir jetzt ausser Stande sind und ausser unserer Aufgabe liegt,würde wahrscheinlich zu keinem anderen Besultate führen.
Wir haben schon oben angedeutet, dass für die Gestaltung desTextes auch diese Handschriften - Keihe, welche mit dieser Ha ndschriftbeginnt, benutzt werden muss, dass sie aber im Ganzen genommen derersten nachsteht. Namentlich finden sich in P eine Menge Versehen undoffenbare Missverständnisse des Abschreibers, so wie zahlreiche baldkleinere bald grössere Auslassungen.