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ihnen dürfte Langermann sein, ein aus Bayreuth 1810 nachPreußen versetzter Mediciner, der Mitglied des Staatsrathswurde und in dem Zelter-Goethe'schen Briefwechsel als eifrigerBewunderer Goethe'scher Werke erscheint. Johann PeterFriedrich Ancillon, (1766—1837), gehörte zu einer bekanntenfranzösischen, seit lange in Berlin heimischen Familie; er warursprünglich Theologe, wurde aber frühzeitig als Prinzen-erzieher in die Hofkreise gezogen und seit 1815 durch Harden-berg zu diplomatischen Geschäften gebraucht. Damals, 1819,war er Direktor der politischen Sektion im Ministerium desAuswärtigen und stand beim Kronprinzen in hoher Gunst.Seine spätere Carriere war ganz außerordentlich. LängereZeit leitete er das Ministerium des Auswärtigen; er warneben seiner großen diplomatischen Beschäftigung juristisch undschriftstellerisch in umfangreicher Weise thätig, hat aber beistrengeren Kritikern für keinen Zweig seiner mühevollen Arbeitbesondere Anerkennung gefunden. Ihm ähnlich war GeorgPhilipp Ludolf von Beckedorff (1777 — 1858), ursprünglichPrinzenerzieher in Hessen gewesen, wurde er dann Arzt, machtesich 1819 als Wortführer gegen die deutsche Jugend beim TodeKotzebues bekannt und erhielt zur Belohnung für eine in diesemSinne geschriebene Schrift eine Berufung in das Obercensurcolle-gium. Er leitete bis 1827 das preußische Volksschülwesen, wurdeaber bei seinem Uebertritt zum Katholicismus entlassen. Sackkann ich nicht genau nachweisen. Der 1831 als Oberpräsidentin Stettin gestorbene hochverdiente Verwaltungsbeamte diesesNamens kann nicht gemeint sein, da er schon seit 1816 den Postenbekleidete, also bereits drei Jahre vor Gründung des neuen Colle-giums Berlin verlassen hatte. Der letzte, MaximilianSams onFriedrich Schöll (1766—1833), war ein ungemein fleißigerdiplomatischer Schriftsteller. Ehemals Republikaner, hatte er