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Was nun diese Anklage auf Kommunismus betrifft, sowar sie nicht so völlig aus der Luft gegriffen, wie Gutzkowin den gleich folgenden Erklärungen darthun wollte (die hiermitgetheilten Stellen aus dem „Telegraphen" verdanke ichder Güte H. Houben's). Gutzkow stand mit dem damals sehrbekannten Kommunisten Weitling (1808—1841) in Verbin-dung, der seit 1838 durch manche Schriften Aufsehen gemachthatte, z. B. durch „Die Menschheit, wie sie ist und wie siesein sollte" und der seit 1841 in der Schweiz lebte.
Im Februar 1843 brachte der „Telegraph für Deutsch-land" einen Artikel von W. Weitling „So kann es nichtbleiben! Eine kommunistische Hoffnung." Die Redaktion be-merkt dazu, daß sie den Aufsatz der in Vevey am Genfersee er-scheinenden Zeitschrift „Die Junge Generation" nachdrucke, umdie Leser des „Telegraph" auch mit dem Kommunismus bekanntzu machen. Die wichtigsten Stellen sind (in Fettschrift gedruckt.Darauf erschien in der „Rheinischen Zeitung" ein Artikel„Von der Weser", der diese Publikation behandelte. InNr. 47 erklärt der „Telegraph", daß die Redaktion den Ar-tikel Weitlings nur gebracht habe, „um unseren Lesern Ma-terialien an die Hand zu geben zur Kenntniß einer neuenMethode, die Frage der Gesellschaft zu lösen." Der „Tele-graph" fügt hinzu: „Wir verweisen auf des HerausgebersPariser Briefe, in welchen er seine Ansicht über das Wahreund Jrrthümliche am Kommunismus vollständig ausgesprochenhat. Wir müssen dies thun, weil Anklagen aus kommunisti-sche Tendenz in unsern Tagen gefährlich sind."
Im Mai 1843 erschien „Die Volksphilosophie unsererTage", besprochen von Aug. Becker (Neumünster). Hierinbittet Becker zum Schluß, die Worte Gutzkow's, die dieser vonder deutschen Eiche braucht, als Motto zu Weitling's „Ga-