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VII. Berliner Gesellschaft 1843-1846.
der König bei der Verwirklichung seiner schönen Ideen, beider trefflich gelungenen Wiederbelebung des griechischen Dra-ma's auf deutscher Bühne an seine eminente Begabungappellirt hat. Die musikalischen Matineen, besonders Sonn-tags im Mendelssohnschen Hause in der Leipziger Straße,dessen Vordertheil von Graf Pourtales bewohnt war, ge-hörten zu den großen Genüssen des damaligen berliner Lebensund waren stark besucht. Dasjenige Haus aber in welchemMusik die Hauptrolle spielte, war ein diplomatisches, dassardinische Gesandtschaftshotel in der Dorotheenstraße. DieGräfin Rossi hatte die Scheu, welche sie längere Zeit vonder Ausübung ihrer großen Gesangeskunst in jeder Art vonOeffentlichkeit zurückhielt, längst überwunden, und bezaubertesowol im eigenen Hause wie auch gelegentlich in anderndurch ihr wol selten erreichtes Talent und die Anmuth undLeichtigkeit im Coloraturgesang, wobei sie über ihre Mittelnoch mit derselben Fülle und Leichtigkeit verfügte die sieeinst vor allen ihren Zeitgenossen ausgezeichnet hatten. Aberauch in dem Vortrage einfacherer Piecen excellirte sie, undich glaube ich habe sie nie schöner singen gehört, als an einemNachmittage gegen Ende Mai 1846 bei einer Landpartiederen Ziel das freundliche Treptow war, und woran unterAnderen die Croy, Arnim, Olfers, Perglas (von der baierischenGesandtschaft) u. M. theilnahmen. Es wurde eine Wasser-fahrt in zwei Kähnen auf der Spree gemacht, in dem einenKahn die Sänger, und die anmuthigstm Ensemblemelodienerklangen weithin über den Wasserspiegel, wobei das 0 sane-tissinm eine wundervolle Wirkung machte. Sie war wiederin ihrem Element, indem sie die in ihrer Art große Künst-lerin mit der vornehmen Dame vereinigte, welche letztere doch