III.
Christian Carl Jostas Bunsen.
Bevor ich den Versuch mache die dem Könige nahestehenden Kreise in Wissenschaft und Kunst und die berlinerGesellschaft der vierziger Jahre zu schildern, muß ich dieSchritte zurückwenden, um ältere Beziehungen und Verhält-nisse zu berühren, welche auf diese Zeit mächtig gewirkt, weitüber dieselbe hinausgespielt haben und mit Wohl und Wehedes preußischen Staates lange verbunden geblieben sind.Beim Frühlingsanfang des Jahres 1844 kam der GeheimeLegationsrath Bunsen von London nach Berlin, wo er bis inden Sommer hinein verweilte. Er war vom Könige wegen derAngelegenheit der Bildung einer ständischen Verfassung be-rufen worden, welche diesen zu jener Zeit aufs lebhaftestein Anspruch nahm. Sein Abschied von Rom war einschmerzlicher gewesen, aber die römischen Erinnerungen seinerbesseren Zeiten waren in ihm die lebendigsten geblieben, undzu dem Palilienfeste, dem sogenannten Geburtstage der Stadt,den das Archäologische Institut auf dem Capital zu feiernpflegt, vereinigte er eine Zahl von Bekannten zu einem Gast-mal im Thiergarten, lauter alte Römer, meist Capitoliner.Zu ihnen gehörten: üsedom, Röstell, Gerhard, Panofka,