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Aus König Friedrich Wilhelms IV. gesunden und kranken Tagen / von Alfred von Reumont
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VII. Berliner Gesellschaft 1843-1846.

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Schriftstellerin, die man wol neben der Hahn genannt hat,erschien im Spätherbst 1846 in der berliner Gesellschaft, inwelcher sie gut aufgenommen wurde, Therese d. i. Frau vonBacharacht geb. von Struve. Nicht mehr in der erstenJugend, war sie eine anmuthige und anziehende Erscheinungund eine Frau von Welt und liebenswürdigem Wesen, dieim vornehmen Salon eine gleich gute Figur machte wie imliterarischen Kreise. Ihre Romane, die auch wie die derHahn in höhern Kreisen spielen, sind letzteren an Tiefe undGluth der Empfindung nicht zu vergleichen, während sie gleichihren Reisebriefen von seiner Beobachtung zeugen, die jedochnicht hingereicht hat, Reisebriefe und Romane vor baldigemVergessen zu schützen. Drei Jahre nach ihrem berliner Auf-enthalt heiratete Frau von Bacharacht den niederländischenObersten von Lützow, dem sie nach Java folgte, wo sie balddem Klima erlegen ist.

Die eigentliche berliner Literatenwelt ist mit Ausnahmeder wenigen bereits genannten Männer soviel mir bekanntnicht in eigentlichen Beziehungen zum Hofe und zu der Hof-gesellschaft gestanden. Bei einem derselben hat es mir na-mentlich leid gethan, bei Willibald Alexis. Aber er wardamals zu sehr in ein, man verzeihe mir den Ausdruck, ge-werbliches Schriftstellerwesen, in Buchhandels- und, wenn ichnicht irre, Häuserbau-Speculationen und dergleichen hinein-gerathen, um sich recht frei zu bewegen. Ich habe ihn meistbei Friedrich von Räumer getroffen. Ein seltnes Erzähler-talent und vollständige Beherrschung seiner Stoffe in histori-scher, culturgeschichtlicher, localer Beziehung vereinigten sichbei ihm mit einem warmen Herzen, mit echter Hingebungan seine Aufgabe, mit schlagendem Witz, mit herzhafter