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Die beiden letzten Lebensjahre von Johannes Calvin / von Dr. th. Adolph Zahn
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Kapitel VI.

Die literarische Thätigkeit Calvins im Jahre 1563.

Es war am 12. Januar 1563, als Calvin beim Senat umdie Erlaubnis bat, die Konkordanz der Bücher Mosis, die inder Kongregation der Pastoren am Freitag behandelt war,drucken lassen zu können. Man hatte, wie Colladon berichtet,schon 1559 in der Kongregation mit dieser Arbeit begonnen.Calvin schreibt am 1. Dezember 1563 an Thretius, einen be-freundeten Polen:Ich fange jetzt an, meine Kommentare vonMoses ins Französische zu übersetzen, nicht nur darum, damitdie übrigen das Buch gebrauchen können, sondern weil dasWerk, dessen ich mich nicht zu schämen brauche, von zahl-losen Fehlern gereinigt werden muss. Die Brüder haben michauch zur Erklärung des Buches Josua angetrieben. Ich binkaum bis zum dritten Kapitel vorwärts gekommen, obgleichich mich sehr der Kürze befleissige. Nach einer Notiz, dieJonvilliers an Wolphius schreibt, schrieb Calvin die Dedikationan Heinrich von Navarra am 1. August 1563. Die fran-zösische Uebersetzung folgte der lateinischen Ausgabe mit Ver-besserungen von geringer Bedeutung. Ex. 9, 8 hat die fran-zösische Uebersetzung: in die Luft, statt in den Himmel;c. 17, 15 war das Hebräische Nes mit miraculum gegeben, inder Uebersetzung steht am Rande: oder mein Panier. Es sindnicht wichtige Veränderungen. Die französische Uebersetzungmeidet die hebräischen Vokabeln und die Citate aus Dichtern.Die Genesis hatte Calvin schon 1550 angefangen: sie erschienim August 1554. Es war ihr eine Vorrede an die Söhne desKurfürsten Johann Friedrich von Sachsen mitgegeben. Bezahatte ihm damals eine Streitschrift gegen Castellio abgenom-men, damit er sich ganz diesem Studium hingeben könnte.

Die Widmung lautet also:

Den hochberühmten Fürsten Johann Friedrich, Johann